After Truth

Dies ist die Fortsetzungsgeschichte zu After Passion

Hier eroberte Hardin (Hero Fiennes Tiffin) Tessa (Josphine Langford), einzig aus dem Grund, weil er gewettet hatte, er würde das schaffen. Das tat er auch. Das ist die Ausgangslage. 

Ab jetzt wird es ernster. Tess war maßlos enttäuscht, als sie den Grund für ihre Begehrtheit erfahren hatte. Aber so ganz losgekommen ist sie auch nicht von Hardin. 

Sie fängt zu Beginn dieser Fortsetzung, diesmal in der Regie von Roger Kumble, erneut nach dem Drehbuch von Anna Todd nach ihrem eigenen Roman, ein Praktikum als Lektorin in einem Verlag an. Schon auf dem Weg dahin und dann wieder im Lift begegnet sie Trevor (Dylan Sprouse). Es wird sich herausstellen, dass er ebenfalls dort beschäftigt ist. 

Trevor ist ein blasser Milchbubi-Typ der mit den Tattoos (auch als Symbol von Körperlichkeit) keinesfalls mit Hardin mithalten kann. Er wird nun, oder bietet sich instinktiv als solcher an, der Alternativanker für die Liebessehnsüchte und Phantasien von Tessa; dies wiederum recht unrealistisch, ist doch ihr erster Kommentar über ihn „Arschloch“.

Dieses Konkurrenzverähltnis zwischen den beiden Männern ist eine reichlich hypothetische Behauptung; aber sie wird – formal oder theoretisch, wenn auch empirisch schwer nachvollziehbar – aufrechterhalten, ob erotische Spannung da ist oder nicht. Es wird sich herausstellen, dass Hardin und Trevor sich kennen, denn Hardin hatte auch im Verlag gearbeitet. 

Die Story spinnt sich zwischen den drei Figuren und wird gegen Ende recht dramatisch, wenn Tessa und Hardin erkennen, dass sie sich lieben. Das ist so unoriginell konventionell wie kommerziell. 

Das Milieu, in dem die RomCom sich abspielt, ist ein sehr vermögendes. Die Menschen sind zwar nicht mehr so reine Schönheit, dass sie in einem Werbefilm für Drogeriemarkt-Produkte angenehm und wenig ablenkend dekorieren und überhaupt nicht stören würden, wie mir in After Passion aufgefallen ist. 

Der Film wird etwas irdischer, realitätsnäher, in der Nähe einer Realität der Reichen und Schönen (im Sinne der suggestiven Werbephilosophie der Schönheitsindustrie), aber auch in der Nähe von Inhaltsleere und Ödnis. 

Näher am Irdischen auch insofern, als nicht nur Körperoberteile oder Beine zu sehen sind, es gibt noch eine Welt dazwischen und da wird schon mal der Reissverschluss einer Männerhose aufgerissen oder über einen nackten Oberschenkel wird eine Unterhose runtergezogen. Und Körper gibt es zu sehen, halbeng aneinander geschmiegt in gymnastischen Rhythmusbewegungen. Ach ja, und so ein bisschen Hochzeitsfilm ist es auch noch. 

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