Mossad

Orientalische Agenten-Klamotte

Das Prinzip der Veralberung des Agentenfilmes beherrescht Alon Gur Arye mit David Zucker als „Creative Consultant“ aus dem Effeff. Das Schema aus dem Agentfilmbaukasten ist perfekt zusammengestellt. 

Ein verpatzter Mossad-Einsatz in Tunis von Guy Moran (Tsahi Halevi) und von Aaron (Tal Friedman) führt zu deren Degradierung. Da Agenten ohne Job dumme Sachen machen, tun sie das auch. 

Aaron wird zum Roboter weiterentwickelt und Guy wird selbständig, arbeitet plötzlich mit der CIA-Agentin Linda (Effrat Dor) zusammen an der Befreiung des Milliardärs Jack Sattelberg (Nitzan Sitzer). 

Ferner spielen technische Werkzeuge, die über Handy-Apps die Welt beherrschen können, eine Rolle, Machtspiele. Man muss das alles nicht im Einzelnen verstehen oder gar ausbreiten. Es geht darum, sich über das Agentengetue zu amüsieren. 

Es wimmelt von Missverständnissen, von Fehlleistungen, kognitiven, verbalen wie durch Tätigkeiten (Hund wird gedankenverloren in Zuckerwatte gedreht). Maskierungen, Demaskierungen, Verfänglichkeiten und Blößen, eine geheime Macht Sugiria (?) Überwachungen und persönlicher Ehrgeiz des Mossadchefs Haim (Illan Dar), der sich darauf freut, etwas zu tun, was noch kein Geheimdienstchef vor ihm getan hat, am letzten Arbeitstag im großen Stadion eine Fackel zu entzünden. Und selbstverständlcih wird auch das schief gehen, wie überhaupt und prinzipiell schief geht, was schief gehen kann, wie so ein Film ein Fest menschlicher Unzulänglichkeit und dummer Sprüche ist; vielleicht auch, um dem Zuschauer Erleichterung zu verschaffen von der Angst vor der bösen, dunklen Macht von Geheimdiensten und Überwachung. 

Zur Unterhaltung gibt es viel Action, waghalsige und händische, und es wird angenehm wenig geschossen, mehr gerangelt. Klamott as klamott can in bester Erinnerung an das Kino der 70er Jahre mit Referenzen an James Bond. „Wenn Dummheit ein Code wäre, würden Sie ihn sicher knacken.“

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