Kommentar zu den Reviews vom 13. August 2020

Das Kino setzt seine Waffen jede Woche vielseitiger ein, um das Publikum nach Corona zurück in die Säle, ins Autokino oder ins Open-Air zu gewinnen. Mit einer großartigen, ungarischen Männerparodie, mit einer knallharten Mafia-Story aus Italien, mit einem amerikanischen Horror-Movie, bei dem die Grenze zwischen Einbildung und Realität fließend ist, mit einem kleinen Nahost-Ausflug mit realen Horrorfolgen, mit einem Blick in das Pubertätsgespinst von Kreuzberger Gören, mit einer Zwangsräumung in Berlin, mit zwei bayerischen Lederhosen auf zwei Zündapps in den USA, mit einer Romanverfilmung, die vor lauter Begeisterung über den Protagonisten verschwimmt, mit einem amerikanischen Bekenntnisfilm und mit einer Knüttel-Klamotte von orientalischem Agentenfilm. 

SOHN DER WEISSEN STUTE – FEHERLOFIA

Männer sind bärenstark – und landen doch im Untergrund und in Eierschalen.

IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA

Nüchtern recherchiert, analysiert und heiß aufgetischt. 

THE WITCH NEXT DOOR – THE WRETCHED

Delikater Horrorspaß für den Sommerabend.

NUR EIN AUGENBLICK – THE ACCIDENTAL REBEL

So schnell kann es einen in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen. 

KOKON

Die Pubertät ist ein Kokon, aus dem sich die schönsten Wesen entpuppen.

DER LETZTE MIETER

Von Corona mit einer Schonfrist versehen, gilt es jetzt ernst mit der Zwangsräumung.

AUSGRISSN! IN DER LEDERHOSN NACH LAS VEGAS

In der Fremde die Heimat sehen und verstehen lernen?

WEGE DES LEBENS

Ein Leinwandgenius von Protagonist lenkt mit Nahaufnahmen Regie und Publikum von der Story ab. 

I STILL BELIEVE

Glaubensbotschaft – amerikanisch verzuckert.

MOSSAD

Vielleicht ist Klamotte der noch einzig mögliche Umgang mit dem never-ending Nahost-Problem.

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