Meine Freundin Conni – Geheimnis um Kater Mau

Kita-Ausflug

Conni verlässt zum ersten Mal ihr fürsorgliches Elternhaus für drei Tage. So lange dauert der Kita-Ausflug, der aufs Land zu einer Burg führt. Übernachtet wird in der Nähe der Burg, in der Wassermühle, einem wunderschönen Fachwerkhaus mit Wasserrad. 

Der Abschied von den Eltern fällt Conni nicht schwer – für Eltern ist das oft seltsam, wenn Kinder bei so einem ersten Abschied sofort sich für das Neue interessieren, als ob die Eltern von einem Moment auf den anderen nicht mehr existieren. Conni spürt, dass sie Abenteuer und Aufregungen erleben wird und freut sich darauf, denn schon haben die Kinder Fantasien von Ritter Kuno und seinem Schlossgespenst entwickelt. 

Schwerer fällt Conni der Abschied von ihrem Kater Mau; ob sie das durchhält, drei Tage ohne ihn? Dem Kater scheint es nicht anders zu ergehen. Er schmuggelt sich in den Kofferraum des Reisebusses und wird viel dazu beitragen, den Kita-Ausflug denkwürdig zu gestalten. 

Der von Ansgar Niebuhr in Kodirektion mi Victoriano Rubio nach dem Drehbuch von Nana Andrea Meyer und Jens Urban nach einer Originalidee von Liane Schneider weich und geschmeidig erzählte Animationsfilm, zeigt allein anhand dieser Busfahrt, wie er aus den Situationen prima genießbaren Unterhaltungswert für die Zielgruppe zieht. 

Der Kater im Kofferraum, die Türme von Koffern. Über dem Kofferraum die Kinder, Conni, die andauernd glaubt, eine Katze zu hören. Der Zuschauer, der weiß, dass sie sich nicht täuscht, denn er sieht in einer Parallelmontage vom Straßenbelag, dessen Unebenheiten, die sich auf den Bus übertragen und die daraus sich ergebenden Probleme des Katers. 

In der Wassermühle entwickeln sich folgerichtig köstliche Abenteuer- und Spukgeschichten dank dem Ineinandergreifen der illegalen Anwesenheit des Katers, den Problemen mit dem Waschbär Oskar vom Buben der Pensionswirtin, einer diebischen Elster, einer Katzenallergie der Pensionswirtin, Unglücksfällen, Besteck- und Schmuckdiebstählen, sowie der Drohung, dass der Waschbär in den Tierpark müsse. 

Der Erzählfluss ist unaufgeregt, immer spannend, die Erzählung nicht überladen oder überrissen, weder von der Figurzeichnung noch von der Action her, immer bestens nachzuvollziehen. Für einen deutschen Film scheint er mir eine erstaunliche Nähe zur großartien Animationskultur der japanischen Ghibli-Studios aufzuweisen. 

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