3100 Meilen: Laufen für die Seele

Impressionenen und Informationen

von Langstreckenläufen, Marathons und Ultramarathons rund um die Welt präsentiert Sanjay Rawal in TV-gerechter, locker arrangierter Magazinmanier. 

Im Mittelpunkt steht ein 3100-Meilen-Lauf in New York und dort der 45-jährige finnische Läufer Ashprihana, der diesen Wettbewerb, bei dem es um Ehre und nicht um Geld geht, bereits zum 14. Mal mitmacht, 8 mal war er Sieger. 

Bei diesem Lauf müssen die Teilnehmer, es sind etwa ein Dutzend Starter, innert 52 Tagen auf immer derselben Strecke von einer halben Meile um einen öden Häuserblock herum in täglich wechselnder Laufrichtung die 3100 Meilen schaffen. Das ist ein Soll von 60 Meilen täglich, also 120 Block-Umrundungen. Hierbei gibt es mehr zu erfahren über wunde Füße, Ausdauer, Erschöpfung, Dehydrierung und freiwillige Helfer als über New York. 

Der Lauf wurde 1997 von einem Guru als eine Form der Meditation gegründet. Die Laufzeit täglich ist zwischen 6 Uhr in der Früh und Mitternacht. Von New York ist dabei weniger zu sehen als in dem Film, in dem es auch um einen Ausdauerläufer geht, New York – Die Welt zu Deinen Füßen.

Der Film berichtet auch von anderen extremen Laufereignissen. Buddhistische Mönche laufen auf der Suche nach Erleuchtung 1000 Tage lang jeden Tag bis zu 90 Kilometern um den Berg Hiei. Wer das nicht schafft, bringt sich aus verletztem Ehrgefühl um. Der Berg sei übersät mit den Gräbern von solchen Mönchen. Bei den San in der Kalahari gehört das Ausdauer-Laufen zur Jagd; die ist allerdings durch Tierschutzvorschriften gefährdet. In den USA gibt es einen Ultramarathon in einem Indianerreservat oder den Navajo Gedenklauf von 180 Kilometern in einem Stück. 

Faszination Ausdauer, sich fordern bis kurz vor dem Ende der Kräfte, das Phänomen der Nähe von Erleuchtung und Erschöpfung.

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