Hong Kong Moments (DOK.fest München 2020)

Brisantes Thema,

der Kampf in Hong Kong um den demokratischen Sonderweg, wie er garantiert ist für 100 Jahre, gegen die Macht- und Unterdrückungsinteressen von Festlandchina. 

Zhou Bing berichtet darüber in der Form einer reißerischen Reportage, die oft in vorderster Frontlinie dabei ist. Sein Ordnungssystem sind Tagesabläufe. Drei Tage im Jahre 2019. Darunter der Tag zur 70-Jahr-Feier von China am ersten Oktober 2019 und der Wahltag am 24. November 2019. 

Frontberichterstattung detailliert mit dem Herauspicken einzelner Akteure an den verschiedensten Positionen und der Objektivität halber nicht nur Demokratie-, sondern auch Chinafreunde: Polizisten, Sanitäter, ein Taxifahrer, der nicht versteht, warum sein Sohn protestiert, eine Teehaus-Betreiberin, der ihre positive Chinaeinstellung Shitstorms einträgt, je eine Bezirkskandidatin (demokratisch) und einer Pro-China sowie aktive Protestierer, die vermummte Gewaltaktionen befürworten und auch durchführen. 

Es gibt „Reference Footage“ aus News von besonderen Gewalttaten oder aus dem eigenen Film, es gibt Drohnenblicke auf die mit Protestierern gefüllten Straßen. 

Ein Film für Freunde vieler und langer Untertitel; in Gelb sind sie immerhin besser leserlich als in Weiß. 

Am Wahltag gibt es nochmal misstrauisches Gerangel vor dem Auszählraum, aber dann darf sich der Zuschauer über die Gewinnerin im Bezirk freuen. Die Demokratie hat eine Chance erzählt dieser aus Deutschland finanzierte Film. 

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