Wickie und die starken Männer – Das magische Schwert

Gold

ist nicht alles. Und nicht alles, was glänzt, ist Gold. 

Hier im Film von Éric Cazes glänzt die Kunst der Animation mit ihren kinderspielzeuggerechten Figuren und den skizzierten Landschaften, ohne die Kinder mit einem Too Much an Bilderflut zu überfordern, auch Glanz der Inszenierung auf einfache, knappe und klare Handlung und der Reaktionen darauf. 

Halwa der Wikingerchef bringt von seiner Seereise mit seinen Mannen statt Fischfang ein Schwert ins Dorf zurück. Den Fang habe ihm der schreckliche Sven abspenstig gemacht. Nicht zur Begeisterung des Dorfes, das den Fisch bei einem Festmahl verspeisen will. 

Mit dem richtigen Zauberhokupokus kann das Schwert, das in der Sagengeschichte weit zurückgeht bis Thor, Loki und Odin, alles in pures Gold verwandeln, was es trifft. Das ist die Frau von Halwa, die ab dem Moment als goldene Statue in dem entzückend animierten Comicfilm unterwegs sein wird. Was soll aber Halwa mit einer Frau aus Gold? Er will sie zurückverwandeln. 

Der Weg dahin wird eine herausfordernde Abenteuerreise, immer verfolgt vom bösen Sven. Sohn Wickie hat sich an Bord geschmuggelt. Für ihn wird es eine Reise zum Heranreifen, eine Reise zur Anerkennung durch den Vater, eine Reise weg davon, immer als der „Kleine“ apostrophiert zu werden; es wird eine Coming-of-Age-Reise der abenteuerlichen Art. 

Der pfiffige Junge trägt mit seinen rettenden Ideen zur Meisterung kritischer Situationen bei. Dreimaliges Nasenreiben löst die Geistesblitze aus. 

Abenteuermotive bezieht der Film zum Teil aus modernen Sportarten: Megawellensurfen, Steilwandklettern und zur Lösung der Schwertmagie kommen filmische Zaubertricks wie Blitze, Lichtstrahlen, Metamorphosen, Strudel, Abgründe, freier Fall zum Einsatz. 

Die deutsche Synchro speziell der Jungen ist erfrischend; von den Alten chargieren einige einen Tick zuviel, kann aber das Gesamtvergnügen nicht mindern. Zwischendrin gibt es zirkus- und showreife Unterhaltungseinlagen inklusive Polonaise. 

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