Abtauchen
und Sohn Dyllan allein lassen, das ist das Mutterprinzip von Beth, einer alleinerziehenden Mutter und Extremsportlerin, einer Marathonschwimmerin.
Beth hat sich Oceans-7 vorgenommen, sieben Meerengen rund um die Welt, die sie in einem Jahr schwimmend queren will. Das kostet Geld, Organisationsaufwand; trotzdem bleibt angenehm, dass kaum je Sponsorikons zu sehen sind. Ist ja auch schwierig bei einer Badehose, die meist im Wasser ist und einem Helm, auf den noch eine GoPro draufgepackt ist.
Stefan Stuckart hat die Extremsportlerin, die ein paar Tage die Woche als Physiotherapeutin arbeitet, um auch ihren finanziellen Anteil an die sportlichen Ziele beizutragen nebst Sponsoren, bei diesem Rekordversuch rund um die Welt begleitet.
Die Regel ist, dass sie während so einer Querung, die bis zu 18 oder 19 Stunden dauern kann, weder das Begleitschiff noch das Begleitboot berühren darf, sie darf sich zwar erholen und Nahrung zu sich nehmen, muss aber immer im Wasser bleiben.
Dramatik liefern nicht nur Meeresströmungen, ein Haifisch oder Tanker, sondern auch der sich vernachlässigt fühlende Sohn, der an der Startrampe zur Pubertät steht und den sie überall hin mitnimmt; aber es scheint, dass ihr die sportlichen Ziele doch wichtiger sind. Der Konflikt wird sich im Laufe des Filmes steigern und eine unerwartete Wendung nehmen.
Sehr nahe kommt man der Schwimmerin allerdings nicht, was sie antreibt zu diesen Extremleistungen, was sie sich verspricht davon. Von großer PR kann keine Rede sein, meist kommt sie mutterseelenallein am Zielstrand an, vielleicht gerade eine Begleitperson, die sie dort erwartet. Sie schafft es nicht zum Medienereignis.
Der Film scheint, wie sonst bei Extremsportler-Dokumentationen, auch kein geeignetes Verhikel für die PR zu sein, um die Schwimmerin bekannt zu machen; so dass sie wiederum mit der Bekanntheit ein Geschäft machen kann.
Dagegen erzählt dieser Film ergreifend vom Schicksal einer einsamen Frau mit einem einsamen Sohn.