Brahms: the Boy II

Man möchte es kaum glauben, dass dieser zweite Brahms Film von denselben Machern stammt wie der erste The Boy, von Stacey Menear (Drehbuch) und William Brent Bell (Regie). 

Es ist alles so clean, so steril, als ob die Macher Perfektion im Sinne hätten, kein Stäubchen, was den Edelstreifen trüben dürfe, die kristallene Reinheit von Horror. 

Liza (Katie Holmes) und Sean (Owain Yeoman) sind ein gelecktes Musterehepaar, wie gemacht für einen geruchsneutralen Horrorstreifen. Ihr Kind Jude (Christopher Convery) leidet unter einem Trauma, nachdem er einen nächtlichen Überfall auf seine Mutter erlebt hatte; er spricht nicht mehr, er kommuniziert mit seinen Eltern und seiner Umwelt nur noch über Schrifttafeln. 

Die Psychologin Dr. Lawrence (Anjaili Jay) meint, eine Luftveränderung würde gut tun. 

So verlagert sich die Familie für einige Zeit in den Norden von England an einen einsamen Horrorort, ins Glennview Estate im Wald gelegen. 

Alles richtig für einen Horrorfilm und wunderbar eingerichtet dazu. Papa will die Natur erkunden. Dabei findet Jude den vergrabenen Brahms, der ab jetzt sein Non-Plus-Ultra-Begleiter sein wird und bei ihm findet er Regeln, die für ihn ab sofort sakrosankt sind. Diese werden selbstverständlich gebrochen, speziell von der wenig einfühlsamen und wenig verständnisvollen Mutter; die Folgen sind grausam. 

Sie machen alles perfekt in diesem Film, um so verstörender wirkt ein Requisit, ein holzgeschnitztes Pferdchen, das auf einem Regal im Zimmer von Jude steht. Es gibt Einstellungen, da steht es auf einem höheren Regal vor einer Blechdose und es gibt Einstellungen, da steht es mehr rechts und ein Regal tiefer. Was hat es mit diesem Holzpferdchen auf sich?

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