Looking at the Stars

Strahlende Ballerina.

Geyza ist eine der Protagonistinnen in dieser Dokumenation von Alexandre Peralta über eine Blinden-Ballett-Schule in Sao Paulo. 

Geyza hat vielleicht am meisten die Anweisung verinnerlicht, sie sollen zu den Sternen hinaufschauen und dabei das unwiderstehliche Strahlen entwickelt, was klassische Balletttänzerinnen so unwiderstehlich macht. 

Diese fernsehgerechte Dokumentation widmet sich einfühlsam dem Tanzen und Leben der blinden Tänzerinnen Geyza, Fernanda, Sandra, Thalia. 

Es gibt Einblicke ins Privatleben, Kindheitsbilder, Informationen darüber, wie es zur Blindheit kam.

Viel Zeit verbringt der Film auf der Ballettschule, die einmalig in ihrer Art ist, das unverzichtbare Training, das auf eine Aufführung hinarbeitet, eine neue Choreographie. Es tanzen auch sehende mit, besonders Männer für den Paartanz. Und die älteren Tänzerinnen unterrichten auch den Nachwuchs. 

Geyza verliebt sich, heiratet, bekommt ein Kind, noch bevor sie ihren Sohn Lucas abgestillt hat, steht sie wieder auf der Bühne. Tanzen tut sie seit 17 Jahren, ihren Mann kennt sie seit 7 Jahren, sagt sie an einer Stelle, womit die Prioritäten klar wären. 

Teenager Thalia macht einen College-Zwischenabschluss und schreibt nebenher mit dem Computer einen Roman, fühlte sich an der Schule aber zeitweilig als Nichtsehende ausgeschlossen. 

Das Kino ist ein Medium des Sehens, das Ballett in gewisser Weise auch, die Tänzer sehen gerade bei Gruppenauftritten, immer, wie weit die anderen mit ihren Bewgeungen sind. Umso erstaunlicher und eindrücklicher ist das Thema blinden Tanzes und blinder Tänzer und Tänzerinnen und macht den sogenannte Sehenden den Wert des Augenlichts bewusst, und für wie selbstverständlich wir es nehmen. 

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