Die Heinzels – Rückkehr der Heinzelmännchen

Die schwuppen das 

mit Spaß und schöner deutscher Sprachkompetenz (was nicht unwesentlich ist für die Sprachbildung der Kleinkinder), sowohl die Heinzelmännchen und Göre Helvi als auch das Filmteam um Ute von Münchow-Pohl nach dem Drehbuch von Jan Strathmann. 

Und schwupps ist der Film schon wieder vorbei. 

Der Animationsfilm fängt unter der Erde bei den beflissenen Geistern an mit einem entzückenden Marionettentheater, das dann wenig entzückend (für die Beteiligten) unter Kontrollverlust zu leiden beginnt. 

Die Heinzelwelt freut sich auf den Mützenwettbewerb. Wer die intelligenteste Handwerkserfindung vorführen kann, wird Sieger. Aber die siegesgewisse Helvi mit ihrer fantasievollen Rübenerntemaschine hat Pech: das rotierende Messser verselbständigt sich und richtet erkleckliche Schäden an. 

Überhaupt möchte Helvi die Menschenwelt über Tage entdecken und kennenlernen. Sie macht sich mit ihrem Freund Butz auf den Weg nach oben. Zu ihnen gesellt sich wider Willen der Junge Kipp, der die beiden am Abenteuer hindern will. 

Kaum sind sie als Winzlinge in der Menschenwelt angelangt, die sich so wunderbar aus Sicht von Kleinen darstellen lässt als vereinfachte Pappfigurenwelt, bekommen sie es mit einem Hund zu tun, dem sie ständig entkommen oder sich seiner erwehren müssen. 

Sie landen beim Becker Theo, der Pleite ist und von seinem Bruder Bruno unter Druck gesetzt wird, zu verkaufen. Klar, dass die Heinzels auf der Seite von Theo sind, der das Bäckerhandwerk nach den traditionellen Regeln der Kunst pflegt, respektive gepflegt hat, bis sein Bruder gegenüber einen industriellen Backshop eröffnete. 

Die beiden Brüder sind verkracht, nicht gut aufeinander zu sprechen und Theo ist auch nicht gleich von den Heinzels begeistert, sie müssen sein Vertrauen erst gewinnen. Bis Theos Laden gerettet und die beiden Brüder versöhnt sind, ist der Film prall gefüllt mit traditioneller Action, immer prima nachvollziehbar inszeniert, so dass die sich entwickelnden Geister der Kleinen gut gefordert sein dürften – und mit enormem Spaß. Kino kann auch Lernen mit Spaß sein. Hier geht das Lernen nach dem Mott der Heinzels: schnell, schlau, schwupps; es ist allerdings bereits ein etwas komplexere Geschichte als die vom Raben Socke oder vom Igel Latte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.