Der weisse Massai Krieger

Ethnoabenteuer-Doku.

Beim Rumalbern mit jungen Massais sei die Idee zu diesem Film entstanden, erzählt Benjamin Eicher (Regie und Acting), Text von Peter und Elisabeth Eicher. 

Eicher habe als Tierfilmer in der Massai Mara, dem nördlichen Teil der Serengeti zwischen Tansania und Kenia arbeiten wollen. Das ist der Bereich in welchem zweimal jährlich anderthalb Millionen Gnus und eine Viertelmillion Zebras den das Gebiet teilenden Mara River überqueren, um auf die jeweils grüne Seite des Gebietes zu wechseln. 

Der Fluss selber ist Heimat der Nilpferde, die somit zweimal jährlich fette Beute machen können, die aber von dem Massai verehrt werden, weil sie aus dem Wasser kommen. 

Anthony, ein Massai, führte den Tierfilmer Eicher im Gebiet herum. Tierfilmen heißt vor allem: Warten. Die Wartezeiten haben sie sich mit Rumalbern vertrieben. Den Tierfilmer hat auch verwundert, dass die jungen Krieger das gerne machen. Er hat sich gut verstanden mit denen, ist dem Ältesten vorgestellt worden und von ihm stamme die Idee, dass Eicher selber die Inititaion zum Krieger mitmache und den Vorgang dokumentarisch festhalte, damit dieses Stück Massai-Kultur wenigstens archivarisch festgehalten sei, bevor die Massai aussterben. 

Benjamin Eicher hat sich auf das Abenteuer eingelassen; dieser Film ist das Dokument davon. Er ist mit kleinem Team, das auch immer wieder zu sehen ist, mit einem Jeep zu den Massai gefahren und wird sich im Laufe der Geschichte in einen rot bemalten Krieger verwandeln. 

Das Dokutainment gibt Einblick in das heutige Leben der Massai, speziell des kleinen Teams von vier oder fünf jungen Männern, die diese Kriegerinitiation mitmachen. 

Zu erfahren ist, dass die Massai früher zwar Krieger waren, heute sind sie näher bei den Rangern zu sehen, sie töten und essen keine Wildtiere; sie haben ihre Herde an Schafen, Kühen, Ziegen, die sie hüten; sie leben in Eintracht mit den Wildtieren, diese laufen vor den kriegerisch bemalten jungen Männern eher weg. 

Es gibt Anschleichübungen oder die Übung des Raubes einer Ziege aus einem Nachbardorf. Das Bogenschießen will trainiert sein oder das Mischen der Farbe für die Kriegsbemalung, die täglich neu aufgetragen wird und wirksamen Schutz vor Insekten bietet; das Singen von Liedern stärkt das Gemeinschaftgefühl der jungen Männer, die am liebsten spielen, und das Ringen fordert die Kräfte. 

Die Geschichte mit dem Schafraub wird zu einem schönen Fest führen, bei dem alle zugegen sind, Frauen, Männer, Kinder, das Filmteam.

Beeindruckende Aufnahmen von Geparden, Löwen, Hyänen, Geiern, Gnus, Nilpferden fallen auch ab bei diesem fröhlichen Kulturaustauschfilm und dies ganz ohne dämliche, anthropozentrische Kommentare. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.