Bad Boys for Life

Vielleicht

ist dieser Film von Peter Carnahan und Peter Craig in der Regie von Adi El Arbi und Bilall Fallah einfach das Produkt einer sich verselbständigt habenden Produktionsmaschinerie. Die Produktionsmittel sind da, die Story ist da, die Figuren sind da, die Namen sind da, das Geld ist da. Das will in Gang gehalten werden. 

Es gibt die Stars Will Smith als Detective Mike Lowrey und sein Partner Martin Lawrence als Detective Marcus Burnett. Die waren vor 25 Jahren mal sehr erfolgreich als diese Cop-Paarung. Vor nicht ganz zwanzig Jahren gabs dann einen zweiten Teil. Und jetzt folgt der dritte (der vierte sei bereits in „pre-production“ ist bei IMDb zu nachzulesen).

Mit jedem Film werden die Jungs älter, da hilft kein Botox und Sprache und Bewegungsablauf werden deutlich schwerer. Der Film ist aber leider offenbar der gleiche geblieben. Es soll Action sein und Buddytum. Als hätten sie geistig keine Entwicklung durchlebt. Als seien sie noch zwanzig und spürten diese Jungmännerkraft, die sich einen Spaß draus macht, mit einem Sportwagen wie Adrenalinjunkies durch dichten Großstadtverkehr zu brausen und das nur, weil der eine in seinem nun reifen Alter Opa geworden ist. Um es höflich auszudrücken, das wirkt irgendwie nicht so ganz frisch trotz hochfrisiertem Hollywood-Apparat, der das gekonnt umsetzt. 

Die Geschichte ist nicht besonders originell. Eine ziemlich böse Frau, la Bruja (die Hexe), Kate de Castillo als Isabel Aretas, die in Mexiko City auf dem Dach eine andächtige religiöse Installation errichtet hat, will den Tod ihres Mannes durch ihren Sohn rächen lassen. Der ist in dem Alter, in dem eigentlich die beiden Protagonisten-Stars sein sollten; der Film setzt diese Diskrepanz nicht zur Thrillerzeugung ein. 

Hauptzielpunkt der Rache ist Dective Mike Lowrey und so ganz unverwundbar wie in jungen Jahren ist er nicht mehr, bald kriegt er schlimm was ab. Da die beiden Cops nicht mehr die jüngsten sind und verletzlich dazu, wird ihnen im Eruieren und Verfolgen des anonymen Angreifers eine frische Truppe von der AMMO beiseite gestellt. Die müssen vor allem gut aussehen. Das tun sie. Dürfen aber nicht die Stars überstrahlen. Auch das tun sie pflichtschuldigst. 

Die zahlenden Zuschauer haben es jetzt in der Hand, mit dem Erstehen eines Tickets die Produzenten in den Vorbereitungen zu einem weiteren Sequel anzuspornen oder aber mit dem Verzicht auf einen Kinobesuch, die Produzenten unter Druck zu setzen, mit frischeren Ideen den Markt sich günstiger gesonnen zu machen. ( Der Markt entscheidet – und nicht der Kritiker!). 

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