The Grudge

Clean

ausgestellter Horror wie im Schaufenster. 

Das scheint mir die hervorragende Qualität dieses Filmes von Nicolas Pesce, der mit Jeff Buhler das Drehbuch nach einem Originaldrehbuch von Takashi Shimizu geschrieben hat. 

Das Horrorbild als solches, die Ausleuchtung, die es in jeder einzelnen Einstellung schafft, diese kleine Differenz zum Realismus herauszuarbeiten. Hell und dunkel sind stilisierter verteilt, das Gemäuer einer alten Steinvilla hat wolkenhafte Schwarzzeichnungen. Innenräume sind auf das Möblierungs- und Ausstattungsnötigste reduziert. 

Und dann tauchen aus der sauberen, mit dunkler Flüssigkeit gefüllten Badewanne plötzlich braune Finger auf. Sie sind Ausdruck des Fluches, den unerledigte Tode, gewaltsame Tode hinterlassen, oder wie der Junge sagt, er möchte mit dem Vater zu Ende spielen. 

Dreh- und Angelpunkt der Bilderstrecke ist Detective Muldoon (Andrea Riseborough), die mit einem solchen Fall konfrontiert wird und selbst bald nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht vor lauter Fluch. Denn es sind nicht nur Finger, die aus Badewannen auftauchen, es gibt Funde entsetzlich verwester Leichen, der Fluch produziert Gespenstererscheinungen perfekter gearbeitet als in der Geisterbahn, lässt Finger verhacken, Leute wieder ermorden und Muldoons Detektivkollegen sind ebenso haarscharf an der Realität vorbei gezeichnet, so dass jederzeit jeder zur Flucherscheinung mutieren könnte. 

Insgesamt werden die bekannten, bewährten Standards des Horrorgenres peinlich genau eingehalten. 

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