Jam

Möchtegerntrendmovie.

Drei mehr haarsträubend als glaubwürdig erfundene Parallelgeschichten junger Männer in einer Großstadt, so wie der Trend längst vorbei ist, also altmodisch, ineinanderverzopft erzählt, damit will SABU seinem Publikum was erzählen? Keine Ahnung. Dass er es schafft, an der Zeit vorbei und ohne diese realistisch zu spiegeln, dem Publikum Leere spürbar zu machen? 

Wieso muss ein Schlagersänger von einem Fan gekidnappt werden, was ist der Witz dabei, und warum soll er für sie ein Lied komponieren? Was ist der Reiz eines Hammermörders, der mit Kapuzenpulli und Oma im Rollstuhl nach dem Verlassen des Knastes offene Rechnungen begleichen will? Was ist der Reiz eines jungen Mannes, der nachdem er mit seiner Freundin in eine Schießerei geraten ist und diese bei ihm wie tot zuhause liegt, glaubt, mit fünf guten Taten täglich zu ihrer Heilung beizutragen? 

Selbstverständlich will ich niemandem den Besuch dieses Filmes madig machen; eher wäre ich dankbar, wenn mir jemand diese Fragen beantworten könnte. Abgesehen davon, dass mir die Inszenierung schludrig erscheint. 

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