Snorri & der Baby-Schwimmclub

Fun

dürfte dieser Film aus Island von Elín Hansdóttir, Hanna Björk Valsdóttir, Anna Rún Tryggvadóttir nicht nur werdenden oder eben gewordenen Eltern bereiten, Fun dürfte er für jeden/jede sein, die Freude am Wasserspaß hat, Spaß an Bewegung, Rhythmus, Musik, so wie der Protagonist Snorri Magnússon sie einsetzt für seine Methode des Babyschwimmens. Die hat er selber entwickelt. Er gibt seit Jahren Kurse.

Es fängt an mit Schwangerschaftsschwimmen und geht bald nach der Geburt los: Mutter und Kind im Schwimmbad, gerne auch die Väter dazu, eine intime Gruppenerfahrung im Element Wasser.

Snorri bringt Erstaunliches zustande. Er animiert die Babys mit Grimassen, mit Kinderliedern, mit Urklängen und vor allem mit Rhythmus, auch mit Trommelschlagen auf den Bach. Er lockt sie von einer Rutsche aus ins Wasser, lässt sie reinfallen, fängt sie auf, bringt sie wieder an die Oberfläche. Den Kindern passiert nichts. Er nimmt 4-Monate alte Babys aus dem Wasser, stellt sie auf seine Handfläche und mit Impuls hält er sie in die Höhe – und sie stehen, sie stehen aufrecht in einem Alter, wo sie noch gar nicht gehen können. Natürlich sind Impulstricks dabei.

Snorri geht höchst achtsam mit den Babys um. Er animiert auch die Eltern, die mit ihren Babys im Kreis um ihn herum sind, den Babys das Wasser anzugewöhnen. In diesem Alter können sie problemlos tauchen, grade mal ein Schluck Wasser, den sie nehmen.

Es geht um die Lust am Element, an der Leichtigkeit, an der Bewegung, am intimen Miteinander von Eltern und Kind in einer sozialen Umgebung, die einen Trance-Zustand erzeugen kann.

Es gibt im Film einen kurzen Rückblick auf die Geschichte von Snorri, der mit einem Zwillingsbruder aufgewachsen ist und selbst zwei inzwischen erwachsene Zwillingstöchter hat. Mit ihnen hat er mit den Wasserübungen angefangen.

Snorri ist Bademeister in einem Schwimmbad auf Island. Seine Begeisterung fürs Wasser verdankt er wiederum seinem Schwimmlehrer. Den sensiblen Kontakt zu den Säuglingen hat er womöglich schon selbst im Mutterbauch mit seinem Zwillingsbruder gelernt. Das kann heute die Technik sichtbar machen, wie Zwillinge im Mutterbauch zwischen Berührungen am eigenen Körper, die viel robuster passieren und Berühungen am Geschwister, die viel rücksichtsvoller geschehen, unterscheiden. Genau so sensibel geht Snorri, der um den Wert einer guten Stimmung, einer entspannten Atmospähre weiß, mit den ihm anvertrauten Babys um. Auch die Eltern scheinen im Schwimmbad weniger besorgt um die Kinder zu sein. Eine Leinwandshow sind planschende, schwimmende, tauchende Babys sowieso.

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