Professor Mack sucht eine Location für einen Vortrag,

das ist der Plot dieses experimentell-essayistischen Streifens von Claudia Lehmann und Konrad Hempel.

Professor Mack ist der Gründer von DESY. Im Abspann ist zu erfahren, mit wem und was man es in diesem schwarz-weiß Photographie-Film zu tun hat: „GERHARD MACK war von 1975 bis 2005 Professor am II. Institut für theoretische Physik der Uniersität Hamburg. Das Deutsche Elektronen-Synchroton – DESY – auf dessen Gelände Gerhard Mack noch heute sein Büro hat, zählt zu den weltweit führenden Beschleunigerzentren. Hier wird das stärkste Röntgenlicht der Welt erzeugt.“

Der Film versucht ein phyisches Realitäts-Bild dieser sehr theoretischen ud wenig greifbaren Wissenschaft zu erzeugen. Auf der Suche nach einer guten Location für einen Vortrag durchstreift der Professor, teils auch mit seiner Lebensgefährtin, den riesigen, sowohl architektur- als auch industriphotographisch ergiebigen Komplex von DESY, bei dem um die 3000 Menschen arbeiten. Da sind auch Elektriker, Nachtwächter mit Hund, Pförtner, Kantinenköche und Geschirrabräumer.

Das ist vielleicht der besondere Reiz dieses Filmes, dass die Kamera nicht hierarchisch, sondern fotografisch denkt. Alles wird von der Fotolinse gleichermaßen ergiebig erfasst. Die Räumlichkeiten und auch die physische Erscheinung der Wissenschaftler faszinieren die Kamera und das dürfte sich auf den Zuschauer übertragen.

Parallel dazu gesellen sich in die Räumlichkeiten die Musiker von „Elementarstrategien“, Experimentalmusiker, die sich der physischen Realität nicht viel anderes zu nähern versuchen als die Wissenschaftler, insofern haben sie etwas gemeinsam. Sie arbeiten sich instrumentell, auch im Blaumann und mit Trommelschlägern, an Röhren und Tanks ab, aber sie beobachten auch die Natur.

Vom Titel her mag der Film sich an Walther Ruttmanns „Berlin – Die Sinfonie einer Großstadt“ orientieren. Ganz gelingt ihm der Rhythmus nicht. Trotzdem ist es ein ertragreicher Photofischzug, vermengt mit Infos über das Forschungsgebiet, allerdings ist es garantiert kein Einführungskurs in diese Suche nach den kleinsten Einheiten, die das Leben ausmachen; eine Suche die gleichermaßen bei Wissenschaft und Musik – wie es scheint – immer auch in der Nähe zur Kaffeesatzleserei zu sehen ist.

Zitat: Wir leben ja noch in Körpern und Hirnen aus der Steinzeit..

Hinterlassen Sie einen Kommentar