Halloween Haunt

Das Prinzip von solchen Geisterbahn-Horrorfilmen ist, dass aus Spaß blutiger Ernst wird, dass mit gewissen Verlusten beim darstellerischen Personal gerechnet werden muss. Dabei leidet der visuelle Spaß keinesfalls, denn es werden Darsteller ausgewählt und so inszeniert, dass ihr Verlust dem Zuschauer keine Magenschmerzen bereitet.

Hier im Film von Scott Beck und Bryan Woods überzeugt in erster Linie das Optische, die Lichtsetzung, der schnelle Schnitt, der schnelle Wechsel von einem Horrorsujet zum nächsten – und es sind ihrer die vielfältigsten, die hier aufgefahren werden, von der Kettensäge über das Skelett bis zum Selbstschussgewehr und hin zu den Dolls, den maskenhaften Puppen; es ist wie der Gang durch eine spannende Horrorinstallation. Der Zuschauer wird bei der Stange gehalten mit der bangen Frage, wann aus dem Spiel ernst wird und wie.

Die Masken der lebenden Horrordarsteller sind stark, die könnten in einem Museum ausgestellt werden, die Räumlichkeiten sind präsent und gruselig zugleich beleuchtet.

Eine Gruppe junger Leute möchte den Halloween-Abend unterhaltsam und spooky verbringen. Nach einigen nicht befriedigenden Versuchen landen sie im Gespenster-Haus, das offenbar ein Bekannter von ihnen so dekoriert hat. Der Gespensterfetz kann losgehen.

Ein maskierter Clown steht vor der Tür. Es gibt ein Ritual, wie die Kids überhaupt hineinkommen. Bald werden sie sich in zwei Gruppen aufteilen müssen. Es gibt immer auch Wege, wo nur ein Einzelner durchkommt, Gefahr, Gefahr, es gibt menschliche Gespensterdarsteller, ein Labyrinth, ein Wandrätsel mit Löchern, da sollen die Spieler mit der Hand hineingreifen und erraten, um welchen Körperteil es sich handle, den sie ertasten; später wird die andere Seite dieser Wand zu sehen sein.

Ein Ring mit Familiengeschichte spielt eine Rolle, wird verloren, wieder gefunden.

Es kommt wie es kommen muss, aus dem Spiel wird blutige Realität, wobei anfangs Zweifel berechtigt sind, ob fake oder ob ernst. Das ist hier vielleicht spannend, nicht weil es überraschend wäre, sondern weil es filmisch wonnevoll erzählt wird. An einer Stelle kommt sogar die berühmte „smoking Gun“ als Zitat ihrer selbst vor.

Auf Seiten der Glaubwürdigkeit steht, dass der Film nicht nur einen Zeitpunkt hat, Halloween, das wird anfangs kürbishaft glaubwürdig gemacht, sondern auch einen Ort: Carbondale in Illinois Und: hütet Euch vor Spielen, bei denen Ihr vorher die Handys abgeben müsst, das ist nicht zu empfehlen.

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