Interview: Drei Fragen an Felix Schaefer

Frage 1: Heute geht Ihr Film Da unten im Himmel im Bezahl-Internet von Vimeo on Demand, Amazon, Itunes und Google Play online. Wie sind Sie als Schauspieler dazu gekommen, einen Film zu machen und just diesen?

Felix Schaefer: Ich glaube, viele Schauspieler schreiben an Drehbüchern in ihrer Freizeit. Schauspieler sind normalerweise sehr interessiert daran, wie Menschen sich verhalten, und wollen das auch durch ihre Kunst zeigen. Ich habe auch schon einige Drehbücher geschrieben, aber hatte davon noch keines verfilmt. Da unten im Himmel spielt nur in einem Raum und war deswegen realistisch zu verfilmen. Ich kam zu der Idee, da ich den Umgang mit der Geschlechterfrage im Moment sehr interessant finde. Was und wer ist denn ein Mann? Der Film gibt da bestimmt keine konkrete Antwort, aber man kann 6 Männer beobachten, die sich mit sich selbst beschäftigen.

Frage 2: Sie ventilieren in Ihrem Film auf unterhaltsame Weise und mit einer Riege prima ausgewählter Schauspieler elementare Parameter des Menschseins in der Ausformung des Mannseins – und, um auf den Titel zu referieren, ausgerechnet der Keller wird zum Himmel der Männer?

Felix Schaefer: Ja, der Keller ist doch ein wunderbarer Ort. Es gibt keine Auswege, man kann sich nicht von sich selbst ablenken, und man ist ausserdem mal abgeschottet von der Welt. Männer gehen doch oft in den Keller oder die Garage, das ist ein interessanter Ort.

Frage 3: Würden Sie uns freundlicherweise Einblick in die Gelddinge hinter diesem Film gewähren? Wie viel hat die Produktion gekostet, woher kam das Geld? Waren öffentliche Gelder, auch Zwangsgebühren dabei? Wie viel Selbstausbeutung war nötig? Wie sind die Aussichten, dass über das Bezahl-Internet wieder Geld reinkommt und könnte es theoretisch möglich sein, dass der Film auch im Kino zu sehen sein wird oder dass er ins Fernsehen kommt?

Felix Schaefer: Ich habe mir 20.000 Euro von meinen Eltern geliehen, um diesen Film zu produzieren. Das Geld wurde für Technik, Logistik, Verpflegung, Postproduktion usw. ausgegeben. Die Dienstleistungen sind alle auf Rückstellung und sind ca. 400.000 Euro. Falls der Film also Geld macht, nachdem die Schulden bezahlt sind, werden alle bezahlt.

Wie viel hat die Produktion gekostet, woher kam das Geld?
Die eigentliche Produktion des Filmes hat ca. 10.000 Euro gekostet.
Waren öffentliche Gelder, auch Zwangsgebühren dabei? 
Nein.
Wie viel Selbstausbeutung war nötig?
Naja, Schulden habe Ich schon dafür gemacht, aber Selbstausbeutung würde Ich das nicht nennen.
Wie sind die Aussichten, dass über das Bezahl-Internet wieder Geld reinkommt und könnte es theoretisch möglich sein, dass der Film im Kino zu sehen sein wird oder dass er vom Fernsehen ausgestrahlt wird?
Ich kann das sehr schlecht einschätzen wie viel Geld eingenommen wird, weil es das erste mal ist fuer mich und ich keinen Vergleich habe. Ich habe den FIlm allen Verleihern, und allen Sendern Deutschlands angeboten, und keiner wollte ihn. 

Vielen Dank, Felix Schaefer, für die Antworten
und viel Erfolg mit dem Film!

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