Lecker fotografierter Schauderbissen.

Unterwasserschauder, Höhlenschauder, Klaustrophobieschauder, Haifischschauder und was der lustvoll ängstlichen Gefühle mit Wasser, Sauerstoffmangel, Enge und Auswegslosigkeit verbunden mehr sind, liefert dieser Film von Johannes Roberts, der mit Ernest Riera auch das Drehbuch geschrieben hat.

Diesen Schauder macht Roberts so lecker, weil ihn, resp. seinen Kameramann Mark Silk, die unbändige Lust nach attraktiver Fotografie unter Ausnutzung der vielfältigsten Effekte, die besonders Unterwasseraufnahmen bieten, ergriffen hat.

Schon an Land könnte jedes einzelne Bild für eine Produktwerbung der verschiedensten Wohlfühl-, Hygiene- oder Abenteurbranchen eingesetzt werden: tropische Landschaft, knusprige, frische Mädels, fetziger Jeep, Strand, Meer, hübsche Bikinis, Dünung, zu schweigen von dem irre ausgekosteten Arsenal an Unterwasseraufnahmen.

Und ein bisschen böse ist der Film obendrein, wobei man nicht zu sehr auf die materialistisch-kausale Logik der Dinge achten sollte, ob jetzt ein weißer Hai in einem unteriridischen Höhlensystem einer ehemaligen, inzwischen überfluteten Inkastadt so lange überleben kann und dann einen Appetit auf frische Menschen hat. Das interessiert auch gar nicht groß, zu stark ist die Wonne an den Bildern.

Grant (John Corbett) ist Taucher an dieser Traumküste von Yukatan und kennt sich in der kaum bekannten unteriridischen Höhlenstadt aus. Er erwartet Archäologen, die er dort herum führen will. Deshalb sollen seinen beiden Töchter, resp. Halb- oder Adoptivtöchter, Mia (Sophie Nélisse) und Sasha (Corinne Foxx), an einem Schulausflug mit einem Haifisch-Watching-Boot teilnehmen.

In letzter Sekunde jedoch entscheiden sie sich für einen eigenen Ausflug, denn Mia weiß von den Höhlen und führt Sasha, dazu noch Alexa (Brianne Tju) und Nicole (Sistine Rose Stallone) dorthin und verleitet sie zu einem Tauchversuch. In der kleinen Bucht liegen Taucherausrüstungen bereit, die für die Exkursion von Grant gedacht sind.

Erst mal heißt dieser Tauchausflug für den Zuschauer: attraktive junge Frauenbeine unter Wasser in Inkahöhlen, das sind fotografische Attraktionen für sich. Doch der nicht weniger bildergiebige Horror lässt nicht lange auf sich warten.

Wie üblich in solchen Filmen ist mit einem gewissen Personalverlust zu rechnen, was tut man nicht alles dem Horrorkitzel zuliebe, um dann noch einen aufregenden Countdown vor der Küste hinzulegen. Die Boshaftigkeit des Filmemachers dabei sei aber nicht verraten.

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