Ausschussware.

Oder andersfähig, das wäre die positive Beschreibung der titelgebenden Minderqualifizierung von deformierten, missgebildeten oder fehlerhaften (nur ein Auge, Zahnlücken, keine Nase) Produkten in einer automatisierten Stofftierfabrikation.

Der Prozess der Aussortierung der Produkte, die die Perfektions- und Qualitätsanforderungen nicht erfüllen: mit Greifarmen werden sie von Robotern gepackt und durch ein Rohr abwärts nach Uglyville entsorgt. Hier herrscht Highlife, niemand kennt die Sorgen der Perfektion, der makellosen Schönheit. Einzig ein Mädel träumt davon, die Welt, die es außerhalb geben müsse, zu erforschen.

Das Mädel gewinnt Mitstreiter, die machen sich in diesem Film von Kelly Asbury (Die Schlümpfe 3- Das verlorene Dorf, Gnomeo und Juliet) nach dem Drehbuch von Alison Peck, Robert Rodriguez + 4 auf den Weg den Entsorgungsschacht hinauf aus zwingender logischer Überlegung, dass da, wo sie herkommen das Andere sein müsse.

In dieser anderen Welt werden sie gleich mit der Auslese der Perfektesten der Perfekten konfrontiert, mit einer Show im Sinne von „Spielzeugland sucht die makelloseste Puppe“. Sie marschieren stracks mitten in die Show hinein.

Ein Zwischentwist ist, dass sie keinen Erfolg haben und wieder zurück nach Uglyville geschickt werden, jetzt im Bewusstsein, Ausschussware zu sein. Depression senkt sich über Uglyville, bevor das ultimative Aufbäumen der Spielzeugfiguren zum krönenden, versöhnlichen Countdown führt. Der wirkt etwas arg versöhnlerisch.

Die Thematik aber ist nichtsdestotrotz stark, während deren Behandlung schnell etwas schlicht erscheint auch durch die moralinisch angehauchten Songs, dass man sich selber sein soll, dass man seine Träume wahr machen soll; was immerhin impliziert, dass Schönheit kein Wert an sich ist und dass, wer sie hat, sich darüber nichts einbilden soll. So könnte für Uglyville auch das Motto gelten: ist der Ruf erst ruiniert… Die deutsche Synchro ist ordentlich, transportiert die positive Botschaft.

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