Ad Astra: Zu den Sternen

Immer höher, immer weiter will die Menschheit auf der Suche nach Perspektiven für eine sichere Zukunft.

Schon in naher Zukunft, so erzählt es uns dieser Film von James Gray (Die Versunkene Stadt Z) , der mit Ethan Gross auch das Drehbuch geschrieben hat, ist der Mond längst besiedelt und Ausflüge zum Neptun sind Forschungsprojekte. Eines davon heißt „Lima“. Dabei ist was schief gegangen, wurde eine gefährliche Substanz freigesetzt, die bis auf die Erde Auswirkungen hat.

Seit 20 Jahren ist der Weltraumheld Clifford McBride (Tommy Lee Jones) verschollen und totgesagt. Sein Sohn Roy (Brad Pitt) ist ein aufrechter, pflichtbewusster Astronaut. Er hat Familie, wird aber für eine riskante Recherchemission, die topsecret ist, angeheuert.

Es handelt sich um Nachforschungen im Zusammenhang mit dem „Lima-“Projekt, dessen desaströse Folgen für die Erde eine Szene am Anfang des Filmes illustriert. Da wird sogar ein Fallschirm durchlöchert von Partikeln.

Roy soll also erst zum Mond gebracht werden, als normaler Geschäftsmann getarnt. Auf dem Mond werben Markennamen, die auf der Erde überall sind. Eine Fahrt dorthin ist unkompliziert und sebstverständlich geworden wie ein Inlandflug in Deutschland, jedoch deutlich komfortabler.

Dann geht es weiter in Richtung Neptun. Um Roy wird es immer einsamer. Schließlich stößt er auf das Raumschiff seines Vaters.

Es gibt im Film oft diese Schüttelbilder der Raumfahrer, wenn sie starten oder beim Landemanöver sind, wenn das Bild gerüttelt wird wie bei einem Erdbeben. Gleichzeitig ist es aber auch ein ruhiger, kammerspielartiger Film, der den Eindruck erweckt, er orientiere sich an der Leichtigkeit von Gravity. Dabei kommt er von der Erdenschwere nicht los, bleibt bleischwer im Studio hängen.

Nichtsdestrotz überzeugt Brad Pitt mit einer klaren, männlich-pragmatischen Haltung und einer bestechenden, ganz uneitlen Leinwandpräsenz. Es ist allerdings nicht klar, was der Film mehr erzählen will, als dass selbst ein solcher Typ, der auch ein großartiger Leinwandheld ist, sich letztlich doch nur nach seiner Familie sehnt und deshalb von der extremsten Mission wieder zurückkehrt. Auf die Plausibilität von technischen Vorgängen wird wenig wert gelegt, das zeigen Pannen und Notfälle.

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