Nah am Menschen.

Und nah an der Familie. Nah am klitzekleinen Alltag der meisten Menschen. Im innersten Kern der Familie angesiedelt, im Spielzimmer der Kinder. Hier leben die Spielzeuge. Die entwickeln in Abwesenheit der Kinder und der Erwachsenen mächtig Eigenleben.

Die Animationsfiguren erleben die Beseelung (was sie ja in den Köpfen der Kinder eh tun). Und wie die Kinder ihren Puppen und Figürchen Namen geben und einen persönlichen Bezug herstellen, so soll das der Zuschauer auch mit den Pixar-Figuren tun. Deshalb sind sie sorgfältig entwickelt und charakterisiert und decken in ihrer Gesamtheit ein breites Spektrum menschlicher Charaktere ab.

Entsprechend sorgfältig werden auch die Sprecher für die Rollen ausgesucht. Ja, es kann sogar passieren, dass ein Schauspieler noch Ideen für seine Figur mitbringt, wie Keanu Reeves, der seinen Duke Caboom als Poser sieht, weshalb das im Film ausgiebig ausgespielt wird, diese Posen. Das hat Jonas Rivera, der Produzent aus Hollywood, bei einer Vorabpräsentation im März in München erzählt.

Wie die bei den Pixar-Studios überhaupt einen kreativen Boden schaffen, um Ideen wachsen und reifen zu lassen. Deshalb kann es auch dauern, bis auf Toy Story 3 Toy Story 4 endlich folgt. Das ist keine Massen-schnell-schnell-Produktion. Das dürfte eines, wenn nicht das Geheimnis des Dauererfolges von Pixar-Studios sein.

Toy Story 4 fängt melodramatisch an. Ein Unwetter, das sensationell animiert ist (man wundert sich direkt, dass es nicht von der Leinwand tropft!), erfordert eine extreme Rettungssituation.

Das Mädchen des Hauses mit den Spielzeugen muss in den Kindergarten. Damit fängt ein neues Kapitel der Geschichte an. Denn sie bringt ein ganz, ganz neues Spielzeug nach Hause: Forky – und damit auch das Thema „Abfall“ und einhergehend damit, das Thema, dass Spielzeuge auch verloren gehen.

Forky setzt eine ganz Kette weiterer Verwicklungen und Abenteuer in Gang und führt neue, ergiebige Locations, immer auch mit neuen Figuren verbunden, ein: ein Antiquitätengeschäft, namens „Zweite Chance“ (damit die Möglichkeit, Spielzeug aus anderen Jahrzehnten einzuführen) und einen Rummelplatz, wobei die Schießbude Ausgangspunkt für weitere Verwicklungen, Befreiungen, Kollisionen und jede Menge unterhaltsamer Gags ist.

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