Elefantös

ist zweifellos die animierte Hauptfigur dieses Filmes von Tim Trachte nach dem Drehbuch von Bettina Börgerding nach den Bilderbüchern von Elfie Donnelly. Es ist der Elefant Benjamin Blümchen mit der freundlichen Opa-Stimme, das Maskottchen und der Publikumsliebling des Neustädter Zoos.

Die Frage ist, ob ein Elefant Freundschaft mit Menschen pflegen kann. Die wird zeitweilig mit Nein beantwortet, dann nämlich, wenn Lügen ins Spiel kommen. Das kommen sie bald mit der Investorin Zack (Heike Makatsch). Diese wittert Investitionsgelegenheiten im Zoo, der unter der dattrigen Direktion von Herrn Tierlieb (Friedrich von Thun) in die Miesen gerät.

Und elefantös spielen die erwachsenen deutschen Stars ihre kleinkinderfreundlich überrissenen Knalltypen, die auch kostümseitig ins Elefantöse tendieren. Das sind ferner Dieter Hallervorden als skurriler Privatdetektiv, der leicht das Vertrauen von Herrn Blümchen und dessen menschlichen Freund Otto (Manuel Santos Elke) gewinnt, wenn es darum geht, den Machenschaften von Zack und ihren Adlaten auf die Spur zu kommen, gar den gekidnappten Elefanten aufzuspüren und diesen vorm Abtransport nach China zu retten.

So wirkt denn dieses Kino mit seinen durchaus ansprechenden Locations doppelt elefantös bis momentweise provinzoperettenhaft aufgeblasen und lässt den cinéphilen Zuschauer geplättet zurück.

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