Es ist ja nicht so, dass das Leben von CJ (als Mädchen: Abby Ryder Fortson, als Erwachsene: Kathryn Prescott) ohne Probleme wäre, ganz im Gegenteil, es ist gepflastert davon: Vater abgehauen, Mutter Gloria (Betty Gilpin) alleinerziehend, dauernd hat sie Männergeschichten, liebt den Alkohol, als Sängerin ist sie mäßig erfolgreich, auf dem idyllischen Lande bei ihren Eltern gibt es Knatsch um die Erziehung, sie zieht wieder weg.

Einen kleinen Freund hat CJ bei ihren Großeltern, das ist der Bub Trent (Ian Chen). Auch der Hund Bailey, von Opa nur „Boss-Hund“ genannt, macht CJ das Leben und Leiden erträglich.

Das Hunde-Motiv durchzieht fortan diesen Film von Gail Mancuso nach dem Drehbuch von Bruce Cameron (Bailey -Ein Freund fürs Leben) + 3 bis zur Unerträglichkeit.

Der Hund ist ein Seelenwanderer, immer wieder begegnet CJ Hunden der verschiedensten Rassen, die heißen auch verschieden, aber als Motiv bleiben sie immer Bailey, sie haben seine Erinnerungen; Molly beispielsweise wird zur Früherkennung von Krebs geschult, das beherrscht eine Filmstunde später auch der viel kleinere Max. Die Hunde suchen CJ und finden sie. Sie bringen Beziehungen von ihr durcheinander und führen ihr den richtigen Partner zu, Trent in Groß (Henry Lau).

Es ist ein Lebenskreislauf, ein Lebensreigen, der in unendlicher Süße erzählt wird, meist sind die Menschen glücklich, auch existenzielle Probleme werden weggehundet. Sollte noch irgend eine Gefahr bestehen, dass dem Zuschauer unangenehme Gefühle aufstoßen oder Ängste und andere Inkomfortabilitäten sich melden, so legt Gail Mancuso fette Süßmusik drüber.

Der Gemeinschaftsbegriff, der Begriff der Gruppenidentität oder -zugehörigkeit wird in der deutschen Fassung mit dem „Rudel“-Begriff abgedeckt. Bailey ist der Icherzähler, der die Menschen aus der Hundeperspektive betrachtet.

Der Hund steht hier als das leitende Schicksalsmotiv, das dem Menschen Vertrauen und Sicherheit schenkt. Hündische Treue: auf Hunde ist Verlass, auf Menschen nicht unbedingt. Die Gutmoral: man solle sich auf das Leben einlassen.

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