Pferdeliebe.

Es ist Liebe. Es ist das Leben. Die Beziehung zu ehemaligen Wildpferden aus Polen kann einer jungen Frau, Simone, unendlich viel geben.

Sie macht sich mit ihrer kleinen Herde auf den Wanderritt von Bayern nach Kiel. Sie übt sich in Minimalismus der Lebenskunst, eines Tages werden sogar die Gepäcktaschen nach Hause zurückgeschickt.

Die kleine Herde, das sind die beiden ehemaligen Wildpferde Coco und Luna und ein junges Pferd und ein Hund. Auch eine Freundin reitet mit. Zeitweilig werden sie von anderen Reitern begleitet. Sie reiten ungeplant. Im Laufe des Tages wird eruiert, wo es was mit Pferden gibt. Gegen Mitarbeit im Stall können sie über Nacht bleiben.

Das Glück von Simone und ihre Dankbarkeit kennen keine Grenzen. Der Wanderritt mit den Pferden hat etwas Magisches, hat mit ihr etwas gemacht, hat sie gelehrt, wozu ein Grundvertrauensverhältnis gut ist, was wichtig ist im Leben.

Wildpferde sind das Thema in diesem Film von Caro Lobig. Die Geschichte mit Simone ist das Roadmovie darin. Lobig fängt in den USA an, in Georgia. Hier gibt es jede Menge Wildpfere. Es sind ihrer zu viele, so dass sie ihre eigene Ernährungsgrundlage vernichten. Der Mensch versucht zu regulieren. Mit Helikoptern werden die Herden zusammengetrieben, untersucht, allenfalls sterilisiert. Ein Teil der Herde wird den Menschen anvertraut.

Der Film wendet sich jetzt nach Oregon zu einer Pferdetrainerin deutschen Ursprungs, die Wildpferde aus Georgia trainiert. Sie möchte damit möglichst vielen der Pferde ein Überleben in guten Händen garantieren. Sandra ist begeistert, was Wildpferde einem Menschen zu geben imstande sind, ganz anders als Zuchtpferde.

Der Film fährt fort mit einem Schwenk in die Eifel zu einer weiteren Pferdetrainerin, die Wildpferde aus Oregon trainiert und heimisch macht. Es geht darum, dass die Pferde sich wohl und in Sicherheit fühlen und nicht wie Gefangene.

Nach einem kleinen Schlenker nach Andalusien, auch hier mit einem deutschsprachigen Pferdetrainer, der auf die Konflikte hinweist, die immer mehr Menschen und immer mehr Pferde hervorbringen, setzt die Geschichte mit Simone an.

Der Film transportiert deutlich mehr Enthusiasmus, Tierliebe, Emotion zwischen Pferd und Mensch als die ganzen deutschen Pferde-Teenie-Filme der letzten Jahre zusammen. Die Musik lässt den Film Film sein (so wie manche Trainer sagen, sie wollen das Pferd erst Pferd sein lassen) und träumt ruhig und zufrieden vor sich hin.

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