Stephen Merchant erzählt nach einer wahren Geschichte von einer jungen Frau aus Norwich, Britannien, die sich an die Weltspitze des Frauenwrestlings emporkämpft.

Es ist Saraya Knight (Florence Pugh). Ihre ganze Familie, die Merchant wunderbar als britische Proloklasse inszeniert, voller Energie, voller Gefühl, voller Leben und kämpferisch, auch ein bisschen „weird“ (wie sie sich selbst in der Fremdwahrnehmung beurteilen), betreibt eine Wrestling-Schule. Wrestling ist ihr Leben.

Von der Weltspitze träumt nicht nur Saraya, die sich später den Künstlernamen Paige gibt, sondern auch ihr Bruder Zak (Jack Lowden). Die Eltern Juliy (Lena Headey) und der Vater Ricky (Nick Frost) träumen mit.

Talentspotter Hutch (Vince Vaughn) sieht in Saraya Möglichkeiten, lädt sie ein zum Training nach Orlando, Florida. Jetzt wird’s einsam um Saraya, denn ihr Bruder, zu dem sie ein inniges, auch sportlich gesehen, Verhältnis hat, wird nicht ausgewählt.

Paige ist in Orlando eine Outsiderin, nicht nur wegen ihres britischen Akzentes (der so klinge, wie wenn Nazis im Film sprechen), auch von der Figur und den schwarzen Haaren her. Die anderen sind größere, stark muskulöse Blondinen.

Es setzt Krisen. Paige will nicht weitermachen, möchte beim Weihnachtsurlaub zuhause bleiben. Es kommt zu Diskussionen, alles was so ein Film braucht, um auf ein glorreiches Ende hinzusteuern.

Merchant inszeniert das prima mit genügend Gefühlsmayonnaise und nutzt die Bildqualitäten dieser Show-Sportart, die in ihrem Auftritt Wert auf ein „Script“ und auf eine „Erzählung“ legt.

Produziert hat Dwayne Johnson. Er hat sich selbst eine lässige Hintergrundfigur als Dwayne „The Rock“ Johnson ins Buch schreiben lassen und hat als Produzent darauf geachtet, dass der Film eine gut nachvollziehbare Erzählung hat und eine schöne Geschichte erzählt, die genügend Melodram ist.

So einen Film hätte man sich früher liebend gerne in einem Aki angeschaut, um die Wartezeit auf einen Zug zu verkürzen.

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