The Silence

Etwas laut

ist dieser Film von John R. Leonetti nach dem Drehbuch von Carey und Shane Van Dyke nach dem Roman von Tim Lebbon im Hinblick auf seinen Titel, der die Stille behauptet.

Hierin unterscheidet er sich radikal von A Quiet Place, der vor etwas über einem Jahr ins Kino gekommen ist. Dort hatte man direkt Angst, dass jemand hustete und sich die Monster ins Kino stürzen würden.

Im vorliegenden Film haben sie mit einem anderen Ansatz gearbeitet. In Pennsylvania, 800 Meter unterm Apalachian Trail, sind Höhlenforscher auf eine Art Fledermäuse oder Wespen gestoßen, die lediglich auf Lärm reagieren. Wo Lärm ist, da fliegen sie hin, da schlagen sie zu, diese einfach gestrickten Urflugsaurier-Miniausgaben. Sie brechen aus der Höhle aus und sorgen an der Ostküste für ein Katastrophenszenario.

Der Film selbst scheint Angst vor der Stille zu haben, er glaubt, er muss immer laute Musik oder wenigstens Waldesrauschen auf die Tonspur setzen. So fällt der Stillemoment nicht schwerwiegend ins Gewicht, wird nicht spannungsvirulent.

Der Film begleitet Familie Andrews (ein 08.15 Cast) durch die Katastrophe. Tochter Ally (Kiernan Shipka) ist die Icherzählerin und taubstumm. Sie hat erst als Teen das Gehör verloren. So sprechen praktisch alle Figuren immer mit Stimme, ab und an gebärden sie den Text dazu. Das haben sie ganz gut hingekriegt.

Die Familie flieht aus dem Ort, bricht aus dem Stau auf der Autobahn aus. Der Onkel rast einen Abhang hinunter und wird später, nachdem er schon tot ist, mehrfach tot quasi, da auch die Wespen ihn nach dem Unfall noch übler zurichten, als Benzinfackel und Explosionsknall den Eindringlingen geopfert. Damit die Familie sich von dannen schleichen kann.

Sie finden ein Gehöft, das mit einer Glocke gesichert ist. Aber da eh viel Lärm ist im Film, können sie ungeniert flüstern. Trotzdem würde man immer mal wieder gerne den Akteuren zurufen, zieh wenigstens die Schuhe aus, wenn du auf dem Kiesweg gehst oder schließ die Tür, wenn du in ein Haus reingehst. Und nachdem sie herausgefunden haben, dass die bösen Viecher leicht zu neppen sind, indem man einen Gegenstand mit Knall irgendwohin wirft und man dann safe ist, würde man ihnen das auch ab und an wünschen, statt dass sie schlecht leises Agieren spielen müssen.

Trotzdem, keine Bange bei all den Katastrophen: die Wespen haben noch eine Eigenschaft, die für das Überleben der Familie Andrews hilfreich sein wird.

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