Ein Remake vom Remake. Das Original stammt von 1964: „Zwei erfolgreiche Verführer“ mit Marlon Brando und David Niven, die Frauen verführten und ausnahmen.

Im ersten Remake von 1888 begeisterten Steve Martin und Michael Caine als „Zwei hinreißend verdorbene Schurken“ in der Regie von Frank Oz. Es geht um Betrüger, die Betrügern auf den Leim gehen und die ihren Sex als Verführungsmanöver einsetzen.

Und auch heute steht noch Stanley Shapiro als einer der Drehbuchautoren in den Credits. Regie führt dieses Mal Christ Addison. Die beiden Hauptrollen sind weiblich besetzt. Es sind zweifellos gute Darstellerinnen, Anna Hathaway als vamphafte Josephine und Rebel Wilson als die Filmdicke, die ihre Möpse schüttelt oder sich bei einer Verfolgungsjagd unentdeckbar tarnt, indem sie sich bäuchlings zu schwarzen Müllsäcken legt, von denen sich ihr Kleid nicht unterscheidet. Sie strahlt Herzlichkeit aus. Die beiden Diebinnen lernen sich in einem altvornehmen Luxuszugabteil in einem mondänen Zug in Richtung Côte d‘ Azur kennen.

Josephine ist in Beaumont sur Mere die Herrscherin der Trickbetrüger. Wilson kommt ihr in die Quere. Es kommt zur Zusammenarbeit und so weiter.

Das Buch ist gut durchdacht. In der aktuellen Regie von Chris Addison leiden allerdings Timing, Tempo und Temperament enorm. Es scheint, als hätte er sich die alten Filme vorgenommen, Szene für Szene und im Imitatverfahren gearbeitet mit einigen markanten Modernisierungen und auch Vereinfältigungen, einem doofen Scherz mit einem Keks, der erst ins Klo getunkt wird und den Wilson, die gerade eine Blinde mimt, kosten wird. Oder ein Muschelinhalt, der durch ein Damenkleid auf den Boden rutscht und dann wieder in der Muschel zum Einnehmen präsentiert wird.

Bis auf eine neue Wassersportart wirkt das Setting und die Vornehmheit des Mittelmeer-Reichenortes mit Casino wie Kino aus der Vergangenheit, ohne dessen Begeisterung für die damals moderne Lifestyle-Welt.

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