Dö dö di da do dü dü,

so könnte sich in etwa die deutsche Synchronfassung der „Texte“ der Protagonisten anhören. Es sind Marienkäfer, Ameisen, Raupen. Sie sprechen in der Marienkäfer-, Ameisen-, Raupensprache. Der Film ist so bereits besser als jeder anthropifizierende Tierfilm.

Schon im Vorgängerfilm Winzlinge – Operation Zuckerdose haben Hélène Giraud und Thomas Szabo in der kleinen Welt der Insekten und Brummer gegraben und nachgeguckt.

Alles was über diesen Film gesagt worden ist, gilt weiterhin. Sie regen die Fantasie an. Erst zeigen sie nur ausgiebig Bilder von der Berglandschaft, die alsbald belebt wird durch das Treiben der manchmal leisen, manchmal lustig gesprächigen Wesen.

Sind sie im ersten Film in ihrem Heimatbereich geblieben, haben die Fühler in Richtung Blockbuster mittels Schlacht um die Burg oder autorennmäßig ausgestreckt. Jetzt sieht es aus, als hätte sie Jules Verne inspiriert. Ihm gleichtun wollen sie es nicht. Um die ganze Welt muss es nicht gehen.

Da sie neugierige Wesen sind, treiben sie sich nachts im kleinen Dorf herum. Beim Lebensmittelhändler oder beim Hersteller von feinen Brotaufstrichen, Haselnusscreme und Ähnliches.

Dummerweise gerät ein Käferchen in die Versandverpackung. Die exportieren in alle Herren Länder. Käferchen fliegt im Karton nach Guadeloupe, ein Transatlantik-Flug, anschließend mit der Cocconut-Airline auf eine paradiesische Tropeninsel.

Die Käfer nehmen die Spur auf, um ihr Mitglied zu retten und wieder nach Hause zu bringen. Im Handumdrehen organisieren sie sich ein Luftschiff. Weil es so schön ist. Es wird von Luftballons getragen.

In Guadeloupe werden sie mit dem boomenden Tourismus konfrontiert. Eine grüne Hinterlassenschaft, die die Käfer auf die Menschen spritzen, sorgt dafür, dass dort ein Naturschutzgebiet entsteht, alllerdings nicht als solches bezeichnet, sondern als Gefahrenzone markiert, „gefährliche Käfer“ – das beste Abschirmmittel.

Der Film ist lustiger und gerhirnanregender als so mancher Hunderte von Millionen teurer Blockbuster.

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