Der kleine Drache Kokosnuss – Auf in den Dschungel

Das Übel an der Wurzel
packen, das ist eine Nebenmoral dieses Filmes, die sich viele Erwachsene, gerade auch in der Politik, zu Herzen nehmen sollten.

Das ist sozusagen eine Nebeneinsicht in dieser Animation von Anthony Power (Der kleine Drache Kokosnuss), der mit Mark Slater und der Produzentin Gabriele M. Walther recht hemdsärmelig manchmal zu nah an der Alltagsbedürfnissen und zu weit weg vom Fantasievollen – oder hausbacken – das Drehbuch geschrieben hat.

Auf der Ferieninsel, wo die Reise hingeht, ist eine der Gefahren eine fleischfressende Pflanze, die sich in unendlich vielen Armen immer weiter und weiterverzweigt ausbreitet – dabei ist es nur eine Pflanze. Wer sie an der Wurzel packt, der beherrscht sie.

Die Hauptidee des Filmes ist aber die eines Kinderabenteuers. Für die Sommerferien soll es mit einem Schaufelraddampfer auf eine Insel gehen. Die beiden Hauptfiguren und Freunde sind der kleine Feuerdrache Kokosnuss und sein Busenfreund Oskar. Zu ihnen gehört als Dritte im Bunde das Stachelschwein Matilda.

Da es ein Sommerlager nur für Feuerdrachen ist, darf Matilda nicht mit. Freundschaften können das nicht zulassen. So wird sie in einer Kiste auf das Schiff geschmuggelt.

Der Kapitän hat Probleme, die Seekarte richtig zu lesen. Deshalb landen sie erst mal nicht da wo sie sollen und sie stehen einer bedrohlichen Kulisse von Wasserdrachen gegenüber, Feinde?

Der Umweg endet mit einem Leck im Schiff, weil zu viele Felsen in den engen Wasserkanal ragen. So ist bereits genügend Stoff für Abenteuer gegeben, die erforderlich sein werden, um das Ziel eines fröhlich-friedlichen Sommercamps mit Lagerfeuer und Songs auf der Insel zu erreichen.

Eine gewisse Nähe zum Marionettentheater ist unverkennbar. Die einfache Ausgestaltung der „Kulisse“ und auch der Figuren. Kleine Details wie Mützen, Haare, Brille machen nebst Farb- und Größenunterschieden die Charakterisierung der Figuren aus.

Die Sprecherspur würde ich, wenn nicht als vorbildhaft, so doch als genügend bewerten. Sympathisch an den Drachen ist auch, wie sie mit ihren Miniflügelchen fliegen können, wie sie überhaupt in mehreren Elementen zu Hause sind, denn auch unter Wassser bewegen sie sich wie die Fische. In allen Elementen zuhause.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.