Spider-Man: A New Universe

Spider-Festival.
Fröhliche Erleichterung von der Erdenschwere.

Die Comiccon Deutschland ist nur eine von vielen Comic-Messen, die es überall gibt. Auf denen werden Comcics und vieles drumherum angeboten.

Dieser neue Film aus dem Marvel-Universum fängt seine vielfältigen Grafic-Spielereien schelmisch in der Titelsequenz an, verspidert die seriöse Statue von Sony, dem Logo der Verleihfirma.

Und so geht es weiter, die Grafic Novel tobt über die Leinwand, es sind Designereien oft auf abstraktem Hintergrund, ab und an dröselt ein bisschen Story rein vom jungen Spiederman, der noch das College besucht. Sein Vater ist Polizist. Der Schüler muss die Schule wechseln. Er ist ein aufgeweckter Typ mit hoher Stirn.

Wie intelligent er ist, entlarvt seine Lehrerin, die es nicht glauben will, dass er in einer Prüfung alle 100 Fragen falsch beantwortet hat und ihn belehrt, wenn jemand keine Ahnung habe, dann seien durchschnittlich genau die Hälfte der Fragen falsch beantwortet und sie schließt daraus haarscharf, dass er das gezielt gemacht habe, um von der Schule zu fliegen.

Sein erster Auftritt vor der neuen Schule war auch zu peinlich, wie Vater vom Polizeiauto aus per Lautsprecher ihn auffordert, ihm seine Liebe zu erklären, ein Supermobbingvorwand für die Mitschüler.

Es zieht es ihn in das Spideruniversum hinein. Ständig wiederholen sich die Sätze vom Urspiderman Peter Parker, der mit 26 Jahren gestorben sei, der von einer radioaktiven Spinne gebissen worden sei und dann die Stadt gerettet habe, dass er zwischen der Menschenwelt und derem Untergang gestanden habe; ein Mantra, das hier noch viele Spidermänner wiederholen werden.

Es sind Heldentaten, die eigentlich jeder kann, wie im Abspann als Zitat von dem Marvel-Erfinder zu lesen ist.

So wimmelt es denn in diesem mit zwei Stunden eher zu langen Film von Spidermännern und -frauen bis hin zur Noir-Variante und die blicken selbst nicht mehr durch und sie sind alle dünn und irre beweglich und ihre Bewegungen an ornamenthaft drapierten Fäden und Schnüren sind leicht. Jugendleicht machen sie Sprünge und Saltos im Abstrakten oder an Hochhäusern von Städten, dann spielt wieder die Familiengeschichte hinein, der Vater, der Polizist ist oder der Onkel Aaron, der weniger polizeilich denkt.

Dann weiß man wieder nicht, ob man lediglich mit dem fröhlichen Durcheinander eine Comiccon konfrontiert ist. Zum Schauen ist das alleweil schön, teils als ob eine Kamera sich in eine opulente Comic-Ausstellung verirrt hat und dabei ihre Kapriolen schlägt, damit es nicht zu öd wird. Oft dominiert die Spiderartistik und die Spider-Show auf der Leinwand und weniger die Story. Um der Sache Glaubwürdigkeit zu verleihen, wird dazwischen Einstein und seine Relativitätstheorie zitiert. Auch ein Spiderman ist eben nur relativ.

Der Film spielt mit der Philosophie der Spiderman-Figur und mit verschiedenen Möglichkeiten des Spidermantums bis hin zu den diversen Verwertungen und eben zur Comiccon; diese um einen weiteren Spider-Artikel bereichernd.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert