Kommentar zu den Reviews vom 29. November 2018

Der bildstärkste Film kommt heute von einem Katholiken aus Dänemark. Lebenskampf und -erfüllung eines Modeschöpfers. Lebensreise eine Jungen aus Indien nach Paris. Expedition in den Dschungel des Amazonas zum Lebendbeweis zweier Indigener. Verspielte Erbschaft in Paraguay. Ein Name auf einer falschen Liste mit fatalen Folgen. Das Fernsehen macht aus einer spannenden Biographie Betulichkeit, versucht sich ohne Geschick an einem Spielfilm über einen Dilettantenknast und verwechselt seinen Grundauftrag mit einem Dokuausbildungsauftrag.

Kino
THE HOUSE THAT JACK BUILT
Lars von Trier eingesperrt in die Zwangsjacke eines Kokons christlich-abendländischer Bildwelten aus dem Widerspruch zwischen dem Tier im Menschen, das töten will, und dem Lamm, das zivilisatorischen Anspruch auf Hochkultur symbolisiert.

ALEXANDER MCCQUEEN
Ist der Modeschöpfer Opfer seines Talentes und Erfolges geworden?

DIE UNGLAUBLICHE REISE DES FAKIRS
Was ein Ikea-Katalog in einem Jungen aus einem Armenviertel in Indien alles auslösen kann.

PIRIPKURA – DIE SUCHE NACH DEN LETZTEN IHRES VOLKES
Sie sind Cousins und brauchen für ihr Überleben im Amazonasdschungel nur Feuer und ein Beil.

LAS HEREDERAS – DIE ERBINNEN
Abgesang auf das Zweiklassensystem (und die Funktion der Frau darin als Erbin oder Hausangestellte) in Lateinamerika?

PEPPERMINT: ANGEL OF VENGEANCE
Ein gründlich vorbereiteter Rachefeldzug. Der Film gibt der Selbstjustiz recht.

TV
LEBENSLINIEN: MICHAEL SCHANZE – HEUTE HÄTT‘ ICH ZEIT FÜR MICH
Wie kann man so einen spannenden Lebensweg so langweilig präsentieren?

SIEBEN STUNDEN
Ein Grimmepreisträger überfordert sich mit einer Geschichte aus einem Knast, der von Knalltüten geleitet wird (Buch- wie Besetzungsproblem).

FRÜHER ODER SPÄTER
Von Fernsehgremien und Förderfunktionären gehyptes Dokumäuschen in aussterbendem Dorf.

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