Alexander McQueen

Eine mitreißende Doku über den exzentrischen britischen Modedesigner Alexander McQueen.

Peter Ettedgui hat nicht nur das Buch geschrieben, sondern als Koregisseur von Ian Bonhôte mitgewirkt.

Die Dokumentaristen hatten umfängliches Material direkt von McQueen, der sich 2010 mit 41 Jahren das Leben nahm und damit die Achterbahn seines Lebens beendet hat.

Sie haben den Film nach Tonbandaufnahmen, in denen McQueen über sich selbst spricht, in Kapitel eingeteilt. Sie gehen chronologisch vor und entwickeln aus einem cleveren Zusammenschnitt von Bildern verschiedenster Herkunft einen Sog, wie dieses Leben ihn selbst vorgegeben hat.

Es gibt private Videoaufnahmen, öffentliche Archivaufnahmen und dazu viele Statements von Mitarbeitern, Models, Mitarbeitern, Verwandten, Mutter, Bruder, Lebenspartnern und, ganz wichtig, von der exzentrischen Isabella Blow, die wesentlich an der Formung seiner Kunstfigur als Modedesigner beteiligt war, zumindest feedbackend und fördernd.

McQueen stammt aus dem Londoner East-End, einer einfachen Gegend. Hungern mussten er und seine Geschwister nicht. Aus irgend einem Grund entschied er sich für eine Schneiderlehre. Der Beruf faszinierte ihn sofort. Er war Feuer und Flamme. Vor allem hatte er ein besonderes Talent dafür, war schnell und konnte Aufgaben lösen, an denen andere scheiterten.

Er war wissbegierig, wollte alles über das Handwerk lernen. Seine raketenhafte Karriere wird nachgezeichnet über Rom, London, Paris. Bis er die eigenen Shows veranstaltet für sein Label in London und für Givenchy in Paris.

Es waren dann 14 Kollektionen pro Jahr. Zu viel – Alkohol, Tabletten und auch noch HIV haben ihn gesundheitlich mitgenommen, führten zu Depressionen.

Und immer schwebte die dunkle Seite mit, Missbrauch in der Kindheit. Für ihn ist Mode persönlicher Ausdruck von Leidenschaft, verbunden mit Vorbildern aus der Malerei und der Mythologie. Schmerzhafte und dunkle Elemente schwingen essentiell mit. So schafft er Aufmerksamkeit. Die Showausschnitte sind die Höhepunkte dieser elektrisierenden Dokumentation.

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