Vogelwild – Georg Ringswandl (BR, Dienstag, 13. November 2018, 22.30 Uhr)

Nichts gegen Ringsgwandl (den vom Vater und anderen Buben Verdroschenen), der hat im Entertainment- und Volkssängerbusiness eine schöne, bunte Marktlücke unter all den angepassten Künstlern entdeckt („ein Gewächs, das versucht hat, einen Raum zu finden“ sagt er), er verkauft sich gut, ist gut im Geschäft. Aber braucht er deswegen so eine tödlich langweilige TV-Hommage, ein schauderhaftes geistig unkontrolliertes Zusammengestöpsele und -gestiefele, ein Durcheinander ohne jede Spannung ohne jede Story mit öden Statements von anderen Adabei-Figuren aus jenem Fernsehen, dem die Zuschauer wegsterben; und jene, die noch leben und imstande sind einzuschalten, die werden mit den Placebo-Sprecherstimmen gleich wieder in den Dämmerschlaf versetzt, auch mit den unsäglichen Ratsch- und Tratschstatements von Kollegen aus Ringswandls beiden Berufsumfeldern Entertainment als auch Medizin; ja so einer braucht doch tatsächlich läppischerweise einen Biographen.

Soll uns die BR-Redaktion mal erklären, warum für so einen Bilderverhau Zwangsgebührengelder locker gemacht werden. Nicht zu vergessen: immer mehr Haushalten fällt es schwer, den Rundfunkzwangsbeitrag vom immer knapper werdenden Haushaltsbudget abzuknapsen – bei gleichzeitig stetig steigenden Lebenshaltungskosten, das soll uns Anke Mai als verantwortliche Redakteurin mal erklären, dass soll ihr oberster Chef Ulrich Wilhelm, der mit dem stolzen Kanzlerinnengehalt, mal erklären, weshalb sie so eine reine Musikkommerzsendung produzieren, eine billige Ramsch-Verhausendung in der zerfahrenen Art, in der das Fernsehen glaubt, die Wenigen, die noch einschalten, vom sofortigen Wegzappen abzuhalten. Noch dazu in Onanie-Sauce: lauter Eigenprodukte und Abhängige dürfen sich äußern.

Überflüssig, überflüssig, überflüssig, durch nichts zu rechtfertigen, für so ein reines Musikbusiness-Produkt Zwangsgebührengelder zu verschleudern.

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