Sieveking scheucht die Pharmalobby auf.

Nach seiner eindrücklichen Erstlingsdoku Vergiss mein nicht bringt David Sieveking ein weiteres, fesselndes Selbstporträt aus deutschen Künstler- und Intellektuellenlanden.

Wobei die Impfstory mir mehr Aufhänger denn Topos erscheint, um seine kleine Familiengeschichte zu erzählen, Portrait of the Docuemantarist as a young Family-Father.

Er als Dokumentarfilmer, der es nicht lassen kann, sich und die Seinen aufzunehmen und zu beobachten, erzählt von seiner jungen Familie. Er ist mit der Filmmusikarrangeurin und -komponistin Jessica de Rooij zusammen, die gerade erfolgreich im Geschäft ist, den Draht dazu nicht verlieren will und die selbstverständlich auch zu diesem Film den vereinnahmenden, weichen Sound komponiert, orchestriert und dirigiert hat.

Jessica ist schwanger. Ein Mädchen ist unterwegs. Sie werden eine Familie in Kreuzberg. Er befindet sich gerade in nicht allzu sicherer und einträglicher wirtschaftlicher Position. Das Mädchen heißt Zaria.

Der Dokupapa schießt und sammelt liebevolle Foto- und Filmstrecken. Und kann allmählich auf den vordergründigen Aufhänger des Filmes schwenken. Denn Jessica hat im schwangeren Zustand Tetanus-Impfungen auf Anraten eines Arztes sich spritzen lassen. Das ist ihr gar nicht bekommen. Tagelang liegt sie krank da.

Die Begründung des Arztes für die Impfung war kurios, dass ein Kind unmittelbar nach der Geburt mit Tetanus in Berührung kommen könnte. Später wird sich eine Hebamme darüber wundern, noch nie sei ihr das begegnet, dass ein Kind unmittelbar nach Geburt ein Problem mit einer Tetanus-Infektion hatte.

Jessica ist Impfungen gegenüber skeptisch aufgrund ihrer eigenen Erfahrung. Das wird zur Storyline im Film, wie David ihre Aufforderung, er solle sich mal informieren, nachkommt und ihr zeigen will, wie ein Dokumentarist recherchiert.

Ganz so heftig und penerant wie Vaxxed geht er allerdings nicht vor. Er macht seine Erkundungen, Reisen und Flüge und die Geldbeschaffung für das Projekt gewinnt an Fahrt.

Er findet allerdings auch eine Lösung für seine Kinder und für den Film. Die erhält er von einem dänischen Wissenschaftler, der seit 40 Jahren in Guinea-Bissau forscht, dass die Probleme von toten Impfstoffen ausgehen, negative Nebenwirkungen bis zu Todesfällen (im anderen Film wurden vor allem die Mehrfachimpfungen, die für die Pharmaindustrie ein Milliardengeschäft sind, angeprangert, das wird hier gerade mal am Rande erwähnt); während die Impfungen mit Lebendimpfstoffen das Immunsystem anregen.

Ratschlag: nach Totstoffimpfungen auf jeden Fall wieder Lebendstoffimpfungen einlegen. Hört sich plausibel an. Bewiesen ist wenig. Und die Pharmaindustrie weist sowieso die Verantwortung von sich. Aber mit der will Sieveking sich nicht anlegen. Er wohnt jetzt in einem Haus auf dem Land, ein drittes Kind ist unterwegs und vielleicht bringt ihm dieser Fim auch wieder etwas Einnahmen.

Kritisch erwähnt wird die STIKO, die ständige Impfstoffkomission, aber Sieveking bohrt nicht nach; auch um die WHO macht er schnell einen Bogen. Ihm scheint es doch vor allem Spaß zu machen, sein eigenes Künstlertum zu porträtieren, als Vater, als Dokumentarist. Dadurch ergibt sich ab und an eine Reise weg von der Familie als Gelegenheitsrechercheur und dem Zuschauer der Einblick in eine junge, deutsche Dokumentaristenfamilie.

Dass Impfungen (gerade Massen-Zwangs-Mehrfachimpfungen, die sind ein Superschnäppchen für die Pharmaindustrie, siehe Vaxxed) gravierende Folgeschäden nach sich ziehen können, ist amtlich bekannt, es ist eine der möglichen anzukreuzenden Ursachen als Begründung für den Antrag auf einen Schwerbehinderten-Ausweis.

Mit seinem Film, der von der persönlichen (und also laienhaften) Erfahrung ausgeht und die lange nicht Michael-Moorhaft die Pharmaindustrie angeht und bloßstellt, hat er offenbar die Pharmalobby aufgescheucht: schon Wochen vor dem Filmstart hat die SZ einen ganzseitigen Text zur Verteidigung der Impfungen gebracht – mit Hinweis auf den Film – und auf das Thema auf der Titelseite hingewiesen und gewarnt und jetzt, am Wochenende vor dem Kinostart zieht die FAS mit einem weiteren Pharmalobby-Artikel nach, der total warnt vor dem Sieveking-Film.

Der Effekt dieser panischen Pharma-Lobby-Arbeit dürfte eher ein gegenteiliger sein, den Film wollen sich die Leute selber anschauen: er ist nicht dazu angetan, Vertrauen in die Pharma-Lobby zu schaffen. Tja, wenn die Leute dank eines Filmes anfangen nachzudenken, kann das für manch lukratives Geschäftchen ein Gefahr bedeuten.

 

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