Lose Szenen aus einem vermeintlichen Twenty-Something-Alltag, die sich ums Anbandeln, Trennung, Ficken, Kindermachen, Beziehungskiste, Wohnungssuche drehen oder ums kleine Scheißerchen Helmut, das Thema Spätgebärende. Ohne festen dramaturgischen Faden. Am Schluss wird der böse Fremdficker unvermittelt in den Brunnen geworfen.

Die Texte wollen teils grob und direkt sein:
„Was bist du für eine verkackte Schlampe, Annabel.“
„Wär das cool für dich, wenn ich ihn ab und zu bei dir reinstecken dürfte?“
„Dem Typen gehören echt die Eier abgeschnitten.“
(Buch: Felix Hellmann, Natalie Spinell, Regie: Natalie Spinell: Dramaturgische Beratung: Susanne Bieger, Redaktionsleitung: Carlos Gerstenhauer).

Das Ganze wirkt wie eine Aneinanderreihung von Übungsszenen einer Regieklasse an der HFF oder eines Schauspielerworkshops für Fortgeschrittene.

Fraglich, ob die Öffentlich-Rechtlichen mit solchen Produkten, die Nonchalance signalisieren sollen, auch nur einen neuen Zuschauer erreichen aus der Generation, die längst nicht mehr fernschaut, die dürften sich kaum für solche Sandkastenspiele und Versuche in filmischer Trivialität interessieren (hat auch nicht funktioniert mit dem Polizeiruf 110 – Das Gespenst der Freiheit, miserable Sehbeteiligung gerade der Jungen).

Ein Geburtstag. Frau Doktor ist letzte Nacht sowas von uninspiriert durchgerammelt worden. Immerhin scheint es, dass die einen gewissen Fun beim Dreh hatten. Eine Beziehung geht in Brüche. Lou will es sich nicht bieten lassen. Dominik hat Annabel geschwängert.

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