Der Doktor aus Indien

Der Doktor aus Indien, das ist Vasant Lad. Er ist bei uns im Westen als ein Guru für Ayurveda bekannt, hat schon vor Jahren das Standardwerk dazu geschrieben.

Jeremy Frindel hat über ihn ein Biopic, eine Hommage inklusive einer Einführung in Ayurveda gedreht, das sich in die ganzheitliche, mehrdimensionale Methode des Dr. Lad hineinfühlt und so einen pulsierenden (ganzheitlichen) Sog entwickelt, den Doktor Lad vielseitig vorstellt, auch mit unterschiedlichem Bildmaterial, das er harmonisch ineinanderfügt: Super-8-Filme aus seiner Kindheit, historische Filmaufnahmen, solche aus Kinofilmen, Archivaufnahmen aus dem Leben von Vasant Lad, angenehm kurze Statements von anderen Ärzten, Aufnahmen aus seinem aktuellen Leben, das zwischen New Mexiko in Texas und Pune in Indien wechselt und dazwischen gibt es noch Vortragsreisen in alle Welt.

Vasamt Lad ist bekannt und beliebt als Redner. Obwohl er sich selbst nicht als Guru sieht, sondern als dankbarer Schüler, der aus dem Lernen nicht herauskommt.

In Indien öffnet er seine Praxis wochentags abends drei Stunden für die Armen; die bekommen Gratisbehandlung und Medikamente für eine Woche.

Sein Lebensweg war ihm so nicht vorgegeben. Sein Vater war ein politisch denkender Mensch, ein Anhänger Gandhis, ein Freiheitsfan und ein Gegner des britischen Kolonialismus. Der Junge Vasant war ein stiller Bub, hat die ersten Jahre mit kaum jemandem geredet, nur mit dem Vater. Die Eltern haben schon Angst bekommen.

Weil es fürs Medizinstudium nicht gereicht hat, hat er mit Ayurveda begonnen. Dieses aber nicht fachidiotisch betrieben, sondern im menschheitsgeschichtlich-kulturellen Zusammhang gesehen, auch mit der Schulmedizin und unter Einbzug der Spiritualität und alter vedischer Heilkunst. Das macht ihn so einzigartig, seine integrative Medizin. Yogi und Hellseher ist er außerdem, verwurzelt im kulturellen Fundus von Indien. Aber er mag auch das Wort „Quacksalber“ wegen dem „quack“ drin.

Durch abenteuerliche Umstände kam er an ein Ticket in die USA, was er gar nicht wollte, er, der vorher Pune nicht verlassen hat. In Amerika reiste er herum, das war 1978, hielt Vorträge in Yoga-Schulen. Bis sie ihn in Albuquerque dabehalten wollten und ihm eine Schule bauten, den Grundstein für seinen weiteren Weg und Erfolg.

Auch seine Liebesgeschichte zur früheren Krankenschwester Usha, auch die nicht im Sinne der Tradition, erzählt er.

Es ist ein Werbefilm für Ayurveda und für Leute, die mehr über Ayurveda erfahren wollen, aber durch die Person von Vasant Lad ein überzeugender, der garantiert niemanden zu etwas zwingen will, was ihm nicht passt, der aber die Lebensverhältnisse und den Menschen und die Natur und seine Eingebundenheit in dieselbe ernst nimmt.

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