Ein gemäldehaftes Mahn- und Gedenkblatt an einen Wortbruch und ein Verbrechen der amerikanischen Regierung an den Lakota vom Stamme der Sioux in Dakota im ausgehenden 19. Jahrhundert, das in einem blutigen Massacker endete.

Es ist die Geschichte eines Porträts.

Die New Yorker Malerin Catherine Weldon (Jessica Chastain) mit Beziehungen zu den höchsten Kreisen, will nach dem Tod ihres Mannes ihren Beruf wieder ausüben und als Porträt-Malerin arbeiten. Sie hat schon hohe – weiße – Persönlichkeiten der amerikanischen Politik gemalt. Sie stellt fest, dass es vom berlühmten Indianerhäuptling Sitting Bull noch kein Bild gibt. Das will sie ändern.

Weldon reist auf eigene Faust und allein mit ihren Malutensilien in einem höchst komfortablen Pullman-Bahnabteil gegen Westen.

Der Film von Susanna White nach dem Drehbuch von Steven Knight nutzt diese Phase des Filmes, um Chastain als hübsche, sinnliche Frau mit offenen Augen und wachen Sinnen zu zeichnen. Allerdings häufen sich um sie herum die Bemerkungen, was denn eine Frau solo so weit im Westen wolle. Von dem Vorhaben wird ihr abgeraten.

Weldon lässt sich nicht berirren. Sie lernt Sitting Bull kennen und schätzen und zeichnet ihn. Über ihn erfährt sie, was den Indianern angetan worden ist.

Die Regierung in Washington will den Lakota neue, schlechtere Verträge andrehen. Sitting Bull, moralisch unterstützt von Miss Weldon, klärt seine Stammesbrüder auf und will auf demokratischem Wege eine Ablehnung erreichen.

Formal unterstützt der General Crook (Bill Camp) vorgeblich das demokratische Verfahren. Sitting Bull (Michael Greyeyes) überzeugt mit einer eindringlichen Rede am Beispiel der Verwandlung der Erde zu Staub durch die vom Staat erzwungene Umstellung auf Kartoffelbau und die Ausrottung der Bisons.

Aber Crook, der nicht umsonst Crook (Halunke, Betrüger) heißt, nutzt die Demokratie als Finte, um im Nachhinein mit Verleumdungen einen Grund für den Massackerfeldzug zu finden.

Der Film steht pathetisch auf der Seite der Indianer. Vom Bild her orientiert er sich an der Malerei von George Catlin.

Der Film sollte fester Bestandteil einer jeden Ausstellung und eines jeden Museums zur Geschichte der Indianer in den USA werden. Und nach Washington gehört er selbstverständlich auch – gut sichtbar!

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