Luis und die Aliens

Die Aliens

in diesem Film von Christoph und Wolfgang Lauenstein sind gar keine Aliens. Es sind lediglich Touristen, die mit „Cosmic Cruise Lines“ im Weltall rumgondeln. Also Menschen sind es auch nicht. Es sind Animationsgeschöpfe der kecken Art wie aus Gummi, ungeheuer wandlungs- und dehnfähig, mit Saugnäpfen versehen oder sie sehen aus wie aus Slime und den entsprechend grellen Farben, drei Stück wie gesagt, die keine Namen brauchen und die mit einem kleinen Ufo, das wie ein gläserner Kreisel ausschaut, einen Ausflug auf die Erde unternehmen.

Sie empfangen die Signale vom Vater von Luis, dem Schulbuben und gleichzeitig der Hauptfigur. Der Vater ist Ufologe und ein Alienforscher. Er beobachtet nächtelang mit einem riesigen Fernrohr das All, sendet Signale aus und empfängt welche. Dadurch gerät der Haushalt aus den Fugen.

Die Schulbehörden bekommen Wind von einer Vernachlässigung des Jungen Luis und eine ganz strenge Dame, die noch gehörig ihr Fett abbekommen wird, möchte ihn in ein Heim für vernachlässigte Kinder stecken.

Luis hört davon und da kommen die drei Weltraumtouristen gerade recht. Sie lassen sich einspannen in ein dreistes Verwirrspiel, was den Schuldirektor und die unerotische Dame von den Behörden täuschen wird, ihnen eine lustige Fakewelt vorspielen wird.

Denn gegenüber vom Julius und seinem Vater wohnt das exakte Gegenteil von Unordentlich, eine Etepetete-Spießer-Familie. Dorthin werden die Behörden gelotst, denn die Familie ist gerade außer Haus und so spielen Luis und die drei Aliens in schamloser Gaudi ein perfektes Familienleben vor aus lauter getürkten Valentinas (die Latino-Zugehfrau) und Hunden und Eltern, das ist wirklich großartig, wozu die Aliens sich verwandeln können und wie dadurch die Täuschung der Behörden gelingt – bei allen (zusätzlich) erheiternden Mängeln der improvisierten Performance.

Ganz geheuer ist es der gestrengen Dame nicht. Ihr irgendwo noch intakter Riecher führt sie und den Schulchef auf die Spur der frechen Bande, was eine vergnügliche Verfolgungsjagd nach sich zieht, unterhaltsam, respektlos, schräg und mit so grimmigem Humor wie nur möglich. Vaters Schockfroster spielt auch mit und die Fernsehwerbung kriegt ebenfalls eins rübergezogen.

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