Donald Crowhurst hat ein Stück Seefahrtsgeschichte geschrieben, als er 1968 als unerfahrener Seemann mit einem selbstgebauten Boot von Teignmouth an der britischen Küste aus zu einer Nonstop-Weltumseglung startete.

Donald nahm an der Regatta um die erste Einhand-Weltumseglung teil – completely unprepared -, die von der Sunday-Times ausgelobt worden ist. Er erhoffte sich mit seinem selbstgebauten Boot den Sieg, um mit der Prämie sein Geschäft vor der Pleite zu retten.

Er war ein Tüftler, hat seinen Trimaran selber entwickelt und auch den Navicator, ein Funkpeilgerät, das mit einer Hand zu bedienen ist. Colin Firth spielt diesen abenteuerlichen Menschen, der alles hinter sich lässt, Geschäft, seine Frau (Rachel Weisz), drei wunderbare 60er-Jahre-Kinder. Sein Motto: nicht das Berühmtsein macht einen Menschen interessant, sondern seine Pläne, die Grenzen zu sprengen, Neues auszuprobieren.

Eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit. Scott Z. Burns (Side Effects, Contagion, The Informant) hat das Buch geschrieben und James Marsh (Die Entdeckung der Unendlichkeit) die Regie geführt. Die beiden garantieren für einen faszinierenden und spannenden Abenteuerfilm.

Allerdings war Donalds Boot nicht richtig seetüchtig. Das erfordert von Donalds viel Improvisation und Durchhaltewillen. Immerhin hat er mit dem Boot bewiesen, dass er deutlich schneller als alle Konkurrenten unterwegs war, wenn er auch als letzter gestartet ist.

Es folgen Regelbrüche, schlechtes Gewissen deswegen, Angst davor, dass wenn er der schnellste würde, man sich für sein Logbuch interessieren würde, so bleibt er auf der Rückreise in den Rossbreiten hängen.

Parallel dazu läuft in England die Medienmaschinerie an, nimmt Fahrt auf mit News und Fakenews zu dem bislang unbekannten Bewerber. Doch der Film nimmt eine Wendung, die einer schönen Story nicht gut bekommt, die ein Risiko für die Vermarktung des Filmes darstellen dürfte: eine Geschichte, der der Protagonist abhanden kommt, und wenn er noch so brillant und überzeugend ist wie hier Colin Firth, hm, Geschichten im Kino sollten gut ausgehen – das unterscheidet sie doch häufig vom wahren Leben. Donalds Funkcodewort: Mike Zulu Uniform Whisky.

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