Kinostoff.

Stoff, das ist für die Feuerwehrmänner von Prescott Anfeuerstoff, Öl und Gas. Ihr Motto heißt: Feuer mit Feuer bekämpfen. Sie fackeln Schneisen zwischen eine sich nähernde Feuerwand und ein Gebiet, das sie schützen sollen.

Der weitsichtige und erfahrene Chef dieser Feuerwehrmänner ist Eric Marsh (Josh Brolin). Er will mit seinen Mannen den Status einer Hotshot-Crew erhalten, einer spezialisierten Eingreiftruppe bei Waldbränden, die besonders nah an die gefährliche Walze rangeht. Und, das wird mehrfach betont, es ist die einzige lokale Feuerwehr weitherum, die diesen Status dann hätte. Das ist der erste Teil des Filmes, wie die Truppe sich um die Zertifizierung bemüht und diese auch erhält.

Joseph Kosinski (Legacy) hat die menschennahe Regie geführt, Claudio Miranda hat Kinobilder geschaffen, die auf die ganz große Leinwand gehören und sogar drohen, diese zu sprengen. Das Drehbuch stammt von Ken Nolan (der hochpatriotische Black Hawk Down) und Eric Warren Singer (American Hustle) nach einer Magazingeschichte, die über eine wahre Begebenheit berichtet hat, über eine Katastrophe.

Es ist eine amerikanische Heldengeschichte in einem Wertekino: der Wert der Zuverlässigkeit, des Einsatzes und der gemeinsamen, einerseits verantwortlichen, andererseits brandgefährlichen Aufgabe. Vor allem aber, der Wert der Familie und es ist ein Wert der Gemeinschaft, die auch einen Gestrauchelten wieder aufnimmt und auf den rechten Weg führt.

Dies ist Brendan McDonough (Miles Teller), der Drogen nimmt und auch sonst nichts taugt. Wie er sich von seiner Exfreundin mit dem Thema einer zu erwartenden Vaterschaft konfrontiert sieht, fällt bei ihm der Groschen. Der kluge Marsh lässt ihn gegen alle Vorurteile bei seinen Mannen mittrainieren.

Der zentrale Wert aber dürfte die Familie sein, der gehört zu jeder spannenden Geschichte und wie sie in Konflikt mit den Werten Mut und Einsatz geraten. Dafür nimmt sich der Film die nötige Zeit. Denn der Feuerwehrjob reißt die Männer unregelmäßig, unvorhersehbar und lange aus ihrem Familienleben heraus, so dass die kleine Michaela von Brandon ihren Papa gar nicht richtig kennenlernt.

Das wiederum führt Brandon in Konflikt mit Marsh, der ganz kiebig wird, wenn einer seine Truppe nur als Karrieresprungbrett benutzten möchte, um nachher einen sichereren und einfacheren Job bei der Gebäudesicherung anzunehmen.

Zwischen Eric und seiner Frau Amanda (Jennifer Connelly), die sich für die Barhuf-Methode bei Pferden stark macht, knirscht es gewaltig wegen der Kinderlosigkeit, die direkt mit dem Job von Eric zu tun hat.

Der Film ist aber nicht nur ein Schmaus für den Kinofan, er ist auch ein Gedenkfilm an jene Männer, denen bei einem unberechenbaren Einsatz auch die Schutzfolien keine Schutz mehr geben konnten. Sie werden im Abspann mit Originalfotos geehrt.

Ibuprofen hat es auch in diesem Katastrophenfilm wie schon bei Zwischen zwei Leben zu einer namentlichen Erwähnung gebracht.

Unsere Helden nannten sich nach ihrer Zertifizierung Granit Mountain Hotspots.

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