Wendy 2 – Freundschaft für immer

Pferde-RomCom wie frisch vom Land.

Mädchen, kleinere und größere, präpubertäre und pubertäre, brauchen Pferdefilme. Darin muss es schöne Pferde zu sehen geben in schöner Landschaft, aus der Nähe, aus der Ferne und eine einfache Geschichte drum herum.

Es gibt das bewährte Muster des widerborstigen bis traumatisierten Pferdes, das zum Schlachter soll. Ein Mädchen wird es davor retten, wird es zähmen und wird am Pferderennen auf dem feinen Pferdehof gewinnen, um den eigenen Pferdehof, der am Rande des Ruins steht, zu retten. So auch hier nach dem Buch von Caroline Hecht (Wendy – Der Film) in der Regie von Hanno Olderdissen (Rock my Heart).

Wendy (eine gewachsene Jule Hermann) bekommt die Schwierigkeit am Pferdehof ihrer Eltern mit. So will sie doch am Turnier am Hof von Ulrike Immhof (Nadesha Brennicke spielt diese Herrin mit einer ständigen Miene der Überlegenheit) teilnehmen, um mit dem Preisgeld den Eltern und Oma (Maren Kroyman) zu helfen.

Aber ihr Pferd Dixie ist ein Zirkusponny und dafür nicht geeignet. Der tierfreundliche Schlachter bringt ihr Penelope, ein Pferd das durch zu viel und zu hartes Training (Tierquälerei!) traumatisiert ist und auf gar keinen Fall über Hindernisse springen will.

Die Zeit ist knapp. Diesmal wird zwar auch wieder der Lehrsatz verkündet, dass es Geduld brauche mit den Pferden, um das Vertrauen herzustellen, aber eine Pferdeliebe (unter Pferden) trägt mehr dazu bei, dass Penny, wie Wendy Penelope abgekürzt nennt, die Scheu vor Hindernissen überwindet.

Es gibt erste Liebesblicke zwischen den Kindern der beiden Höfe, es sind je ein Junge und ein Mädchen. Und die böse Immhof will den Hof von Wendys Eltern aufkaufen und Penny vergiften lassen.

Olderdissen lässt das alles wie frisch von der Leber oder vom Bauernhof weg spielen, hat ein Auge für komische Momente, auch bei Pferden, die auch mal lachen, grinsen oder furzen, großzügig dosiert. Das Filmorchester drückt voll auf die Tube zu dieser schönen und doch nicht ganz heilen Pferde- und Reiterwelt.

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