Plötzlich Santa

Die Eskapaden erlebt der Tischler.

Der lustig gezeichnete kleine Vorspann vor den Titeln erzählt vom Jungen Andersen, der vergessen hat, seinen Wunschzettel zu schreiben. Und doch hat er vom Weihnachtsmann den gewünschten Skispringer erhalten.

Der Spielfilm, der folgt, erzählt vom erwachsenen Andersen, der Tischler geworden ist und erzählt vom Weihnachtsmann und wieso das mit dem Geschenk auch ohne Wunschzettel funktioniert hat.

Dabei meinen die zwei älteren Kinder von Andersen, das sei alles gar kein Geheimnis, sie hätten ihren Vater längst durchschaut, wie er sich zum Weihnachtsmann verwandelt. Oh, welch Irrtum die ersichtliche Wahrheit bergen kann!

Andersen ist der Eskapaden-Mann. Das führt noch ein Jahr später zu Spannungen zwischen ihm und seiner Frau, weil er letztes Jahr im Kamin hängen geblieben ist, wie er als Weihnachtsmann auftreten wollte.

Terje Rangners, der die Regie nach dem Buch von John Kare Raake führt, erzählt diese kinderfreundliche Weihnachtsgeschichte ganz nah am Haushalt, an vergessenen Rippchen und verbrannten Plätzchen und an den Gewürzen. Und ebenso nah an der kindlichen Neugierde in einer Zeit, als ein kleines Mädchen sich noch einen Plattenspieler wünschte oder ein Junge eine elektrische Autorennbahn.

Für den Zuschauer lüftet der Film hübsch-heimelig, mehr als für Andersons Kinder, das wahre Geheimnis um den Weihnachtsmann, den echten Weihnachtsmann. Der wohnt im Wald in einem hohlen Baumstamm, der von innen einer Geschenkkathedrale gleicht. Nordisch-humorig-lakonisch. Die deutsche Synchro fraternisiert unkompliziert mit den Originaldarstellern

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