Attraction

Alien-Romanze in Nordmoskau.

Die Aliens sind gute Menschen. Sie tragen ungewöhnlich starke, sich selbst regenerierende Panzer. Nicht alle guten Menschen sind gute Menschen. Mindestens nicht fehlerfrei.

Dieser russische Film von Fedor Bondarchuk nach dem Drehbuch von Oleg Malovichko und Andrey Zolotarev spielt in Nord-Moskau. Das ist ein Satellitenstadt-Hochhausviertel. Auch Colonel Lebvedev (Oleg Menshikov) wohnt dort – seine Frau ist früh gestorben. Seine Tochter Julia (Irina Starshenbaum) wird die Romanze mit einem seines Panzers beraubten Alien, Hakon (Rinal Mukhametov), anfangen. Das treibt ihren Freund Valentin (Alexander Petrov) unwissenderweise zur Weißglut und bedroht ihre Liebe.

Töchterchen Julia nutzt geschickt die Position ihres Vaters, um den Film in Richtung eines friedlichen Endes der Alien-Invasion, die gar keine ist, zu bringen – und so auch ihre Liebe zu retten. Denn das fantastische Raumschiff mit den rotierenden Ringen drumherum, wollte sich nur mal schlau machen, was hier auf der Erde so ist, ob es Wasser tanken kann, aber die russische Armee interpretiert das als aggressiven Akt und schießt das Raumschiff ab, so dass es ganze Hochhausobergeschosse in Nordmoskau abrasiert und eine Bruchlandung hinlegt. Das führt zur Einrichtung einer Sperrzone, die Valentin, Julia und ihre Freunde selbstverständlich verbotenerweise betreten.

Schick an dem Film ist, zumindest was den russischen Markt betrifft, dass er ein Votum für den Volksaufstand gegen die sturen Behörden abgibt. Valentin wiegelt die Massen auf und die lassen sich von der Polizei nicht abhalten.

Für den Kinofreund ist es auf jeden Fall ein exotischer Leckerbissen, der wie nach Blockbusterlehrbuch hübsch gemacht ist, während der gemeine Kinokonsument hierzulande von den doch deutlich raffinierteren und deutlich hochfrequentigeren Bildergüssen der amerikanischen Superhelden-Scienfiction-Blockbuster-Industrie möglicherweise inzwischen solch übersichtlichem Kino gegenüber empfindungslos geworden ist.

Wie wir es aus den Actionfilmen gewohnt sind, gibt es, vor allem in den anfänglichen Sequenzen, Angaben zu den Spielorten: Moskau Nord, Flugzeugträger Barentsee, nationale Verteidigungszenrale, Lipetsk Luftwaffenstützpunkt, Krisenzentrum, Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums der russischen Föderation, Katatstrophenschutzministerium, Sicherheitsrat der russischen Föderation, Städtisches Krankenhaus.

Ganz nach Rezept ist ein tpyischer Vater-Tochter-Konflikt zwischen dem Colonel und Julia eingebaut.

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