Im Keller ist besser mit Terpentin arbeiten.
Sie nennen es Satire, mir scheint es lediglich schlecht erzählt und Katzekratzmusik macht auch keine Satire draus.
Der Bürgermeister ist von seinen Handlungen her nach wie vor ein scheußlicher Charakter und von seinem Habitus her ein vereinnahmender Mann. Somit gewissenlos.
Dann kommt eine Schwarzer die Treppe runtergefallen. So eine Scheiße. Derweil wartet der Pfarrer auf seinen aktuellen Lover, dem er früher in der Folge eine Ohrfeige verpasst hat, nachdem sein früherer Lover vor seinem Haus aufgekreuzt ist und er diesen weggeschickt hat (mit diesem abgewiesenen Lover entsteht für einen Moment Empathie). Es kommen vor: eine gefälschtn Urinprobe, Fracking, Bildfälscherei, Friseursalonwunsch und anderen Schnackseleien. Dann schlägt der Bürgermeister wie wild auf einen Heuballen ein oder der Polizist schleppt ihn wie einen Hund am verbundenen Finger ins Polizeiauto. Hannes, das ist noch nicht fertig und du müsstest auch gleich wieder gehen. Manche sprechen Englisch, andere Französisch und einer singt in einer anderen Fremdsprache und wer kokst, der kokst. Dem Bürgermeister seine Trutschen gibt diesem treudoof den Schlüssel für den Raum mit den Wahlurnen (Anstiftung zur Wahlfälschung) und plötzlich hat der Bürgermeister eine Leiche im Auto und sie wissen nicht wohin damit. Und wenn es sonst nicht weitergeht oder der Faden mal wieder verloren ist, dann stellt jemand die dramaturgieschwächenverräterische Frage, was denn hier los sei, was die hier machen. Ganz untergegangen dabei ist die Versprechung aus dem Titel, dass es sich um Wahlkampf handle.
Wirrer, unausgegorener Storywust.
Quintessenz der Serie nach Folgen 1, 2 und 5: über die Behauptung, dass die Dörfler alle korrupt seien, geht der Gehalt nicht hinaus. Das dürfte wohl den einen oder anderen Landbewohner, der dafür noch Zwangsgebühr bezahlen muss, nicht sonderlich erbauen.
Rote Karte des Zwangsgebührenzahlers!