Kommentar zu den Reviews vom 27. April 2017

Vier besonders feine Filme aus Österreich, Frankreich, den USA und sogar einer aus Deutschland, dazu Kindersoldatenaufarbeitung aus Afrika, kunterbunte Galaxien-Unterhaltung aus den USA, groteske Glückssuche sowie eine einwandfreie Schwarz-Weiß-Fotostudie aus Germanien, doch ein deutsches, subventioniertes Burnout folgt auf dem Fuße. Dafür war stefe neugierig auf zwei junge, deutsche Filmmacher aus Berlin und hat ihnen drei Fragen gestellt.

MAIKÄFER FLIEG
In diesen Erinnerungen an eine Kindheit im Krieg zeigt sich die ganze Erzählkunst von Christine Nösslinger.

DIE SCHLÖSSER AUS SAND
Eine Hausräumung in der Normandie gerät zum vibrierenden Einblick in die Glückserwartungen der Menschen.

GIMME DANGER
Bei aller künstlerischen Ordentlichkeit der Präsentation schimmert die Radikalität von Iggy Pop gnadenlos durch.

DER TRAUMHAFTE WEG
Europa ist ein Konglomerat aus vielen Bildausschnitten, um die herum es sich bewegt und bildet.

WRONG ELEMENTS
Ehemalige, zwangsrekrutierte Kindersoldaten folgen als Erwachsene der eigenen Blutspur.

GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2
Trotz Weltall-Effektensause, literweise Gesichtsschminke und einem Kessel Buntem aus der Kostümabteilung bleibt der menschliche Bezug mitsamt dem Joke erhalten.

HEY BUNNY
Osterhäschen, Schneehäschen, Glückshäschen, wie können wir dein Glücksgen wissenschaftlich dingefest machen – oder sollten wir uns nicht besser am Flughafen umschauen, wenn wir schon nicht ruhig zu Hause bleiben können?

TORO
Ein schöne Übung in Schwarz-Weiß-Fotografie mit einem Hauch Charme des Neorealismo mitten im heutigen Deutschland.

HAPPY BURNOUT
Es nützen die schönsten Einzelleistungen nichts, wenn das Buch durch keinen TüV käme.

Interview
DREI FRAGEN AN LAVINIA WILSON UND BARNABY METSCHURAT
Die beiden Filmmenschen haben gute Gründe, ihren eigenen Film zu machen.

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