Guardians of the Galaxy 2

Unterhaltsame, kunterbunte Comic-Welt, Marvel-Welt die in unendlich vielen, computeranimierten Fantasie-Universen spielt, in denen immer wieder Raumschiffinnereien und majestätische Arenen oder Thronsäle als Kulisse für die Schauspielerauftritte herhalten, in denen in der Manier des Monumentalfilmes oder des großen Staatstheaters die Dinge, die die Stories vorwärtsbringen, besprochen werden. James Gunn ist der Regisseur und hat mit 9 weiteren Autoren das Drehbuch nach dem Marvel Comic von Dan Abnett verfasst.

Dabei gibt es eine breite Palette realer, aber auch animierter Figuren im Grenzgebiet zur Freakshow, welche ihre Dialoge gerne mit comickurzen Jokes würzen. Die Figuren selber, eher Ritter des Mummenschanzes denn der traurigen Gestalt, bleiben trotz aller opern- bis geisterbahn- und faschingshafter Kostümierung lebensnah, haben familiäre Konflikte.

Die Hautpfigur ist ein junger Everybody im Sinne der sanften Variante eines Protoypes des jungen Mannes, der sich für einen Halbgott hält und der weiß, dass er, wenn er seine Kräfte spielen ließe, ziemlich dumme Dinge anstellen würde, denn er ist laut Story ein Mischling aus Mensch und Gott. Gespielt wird er von Chris Pratt und heißt im Film Peter Quill / Star-Lord. Er lernt seinen leiblichen Vater Ego (Kurt Russel) kennen; dieser wiederum träumt von unendlicher Ich-Expansion ins Universum, typisch Ego. Alles ganz nah am Urmenschlichen und der offenbar in diesem angelegten Hypris.

Die engste Partnerin von Peter ist Gamora (Zoe Saldana). Sie ist grün geschminkt im Gesicht. Ihr Problem wird ihre bösartige Schwester Nebula (Karen Gillan) sein.

Zum Team der Nicht-comme-il-faut-Gestalten, die das Universum schützen sollen, gesellen sich ferner der animierte Hund Rocket, der ist so ein witziger Geselle und Macher, ein comicartiges Strichmännchen mit Pep. Hinzu kommt das sogenannte Baby, eine von Natur aus noch unbeholfene Figur, die Niedlichfigur, das Nachwuchs-Süßwesen, das ein bisschen an eine Voodoo-Puppe aber mit dem Kopf einer langgezogenen Kokosnuss erinnert.

Das Baby guckt gerne großäugig und blöd wie eine Kuh und es ist schon riskant, ihm einen Schaltapparat in die Hand zu drücken, bei welchem der rechte rote Knopf eine sofortige Atomexplosion auslöst, er also zuerst zwei andere und dann den linken roten Knopf drücken soll, damit er noch einige Minuten Zeit hat, sich in Deckung zu bringen.

Allerliebst ist auch die Gefängnis-Szene, in welcher Baby dem gefangenen Drax (Dave Bautists) und dem Rocket, einen bestimmten Gegenstand zur Befreiung bringen soll. Da kann man sich über Kommunikationsprobleme und die komischen Folgen von Missverständnissen leicht ergötzen.

An das alte Ägypten erinnert die goldgeschminkte, goldbekleidete Priesterin Ayesha (Elzabeth Debicki), die auf einem goldenen Thron sitzt.

Eine Sympathieträgerin wird sicher auch das leichte Dummchen von Frau mit den beiden Glühwürmchenfühlern, die ihr auf der Stirn wachsen, Mantis (Pom Klementieff), sie scheint von herzerweichender Naivität. Vor der braucht niemand Angst haben.

Trotz der im Laufe des Filmes sich massiv verstärkenden, galaktischen und intergalaktischen Action- und Effektensause von Explosionen, Detonationen, Raumschiffarmeen, durch die Luft fliegenden Figuren, kommt diese Truppe liebenswürdig und lebensnah rüber, auch wenn die Darsteller sicher oft vorm Blue- oder Green-Screen sich mit Regie auf Zuruf begnügen mussten.

Gut zum Andocken für den Zuschauer dürfte auch die generell populäre Musik und die Songs auf der Tonspur sein, da kommt original Walkman-Musik vor; für die zeitliche Einordnung des Sounds gibt die einführenden Szene in Missouri einen Hinweis, sie spielt 1980.

Er meint es metaphorisch!

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