Office Christmas Party

Jahreszeitliches Kinogemüse, nicht regional. Importware. In den USA für den Weltmarkt hergestellt. Mit den dafür nötigen Zutaten gut gemixt offeriert. Eine Geschichte vor dem Hintergrund von Globalisierung und IT, dazu ein erstklassiger Komödiencast in der souveränen und temporeichen Regie von Josh Gordon und Will Speck nach dem Drehbuch von Justin Malen, Laura Solong + 3.

Mit dem ausgewogenen Zutatenmix von die-Sau-rauslass-Texten und -Szenen unter dem Niveau der Gürtellinie (von der pornographischen Eisskulptur des Eierlikörspenders über die Flatulentien der Personalchefin bis zum Geschlechtssekret von Papageien auf Autositzbezügen) über turbulente Action inklusive wilder Verfolgungsjagd bis zu all den Peinlichkeiten, die eine Weihnachtsfeier in einer Firma mit sich bringt.

Für jeden Geschmack ist gesorgt. Als Kontrast zu den schlanken Hauptdarstellerinen gibt es voluminöse weibliche Chargen, eine als „Cinderella“ des Sicherheitsdienstes apostrophiert, die andere als Seitenhieb auf die Firma Uber eingesetzt.

Diese Weihnachtsfeier der Firma „Zenotek – Data Storage Systems“ steht unter einem schlechten Stern, denn der Chef der Filiale, Josh (Jason Bateman) hat den Laden runtergewirtschaftet. Er hat das ganze Geld als Aufmunterer ans Personal verteilt.

CEO ist die Schwester Tracey (Olivia Munn) von Josh. Sie will aufräumen, die Filiale profitabel machen oder sie schließen.

Die letzte Chance für Josh besteht darin, mit Walter (Courtney B. Vance) ins Geschäft zu kommen. Dafür gibt es eine Frist, bis nämlich Tracey in London ankommt.

So versucht Josh die bereits abgesagte Weihnachtsfeier steigen zu lassen, um Walter ein super Betriebsklima spüren und das Vertrauen in die Firma wachsen zu lassen. Walter wird fühlen – und wie; aber nicht so, wie erwartet, sonst wäre es ja keine Komödie.

Wie es sich für so eine Komödie gehört, gerät die Dramaturgie des Festes außer Kontrolle, die die Firma einem Schlachtfeld gleich zurücklässt. Wo keine Rettung in Sicht ist, haben die Geschichtenerzähler klug vorgebeugt, denn es gibt da noch eine Innovation, die kurz vor spruchreif steht und den Titel „anywair“ trägt.
Gedacht als Dezemberaufheller.

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