Die Vampirschwestern 3 – Reise nach Transsilvanien

Dass Vampire für Mädchen in der Pubertät von besonderem Reiz sind, und wozu Mädchen in diesem Alter, die über Kräfte verfügen, die sie noch nicht voll im Griff zu haben, imstande sind, das haben schon die beiden Vorgängerfilme gezeigt (Vampirschwestern und Vampirschwestern 2) hier hatte noch Wolfgang Groos die Regie geführt.

Jetzt sind die Mädchen über die Pubertät hinaus, attraktive junge Frauen und Darstellerinnen geworden (Laura Antonia Roge als Dakaria und Marta Martin als Silvania). Deshalb kann der Stoff offenbar alberner und klamaukhafter angegangen werden und deshalb wurde wohl diesmal Tim Trachte (Abschussfahrt) mit der Regie betraut.

Die Geschichte von Sigrun De Pascalis und Ursula Gruber nach dem Roman von Franziska Gehm ist leicht nachvollziehbar. Das kleine Brüderchen Franz (auch Halbvampir) von Dakaria und Silvania ist in Gefahr, soll von der Königin Antanasia (Jana Pallaske) aus Transsilvanien geklaut und dort als Thronfolger installiert werden. Dem will Papa Tepes (Stipe Erceg) mit einer komplizierten Maschinerie vorbauen, aber Mama Tepes (Christiane Paul) ist wenig überzeugt davon – das Kind wird entführt.

Es geht also darum, es in letzter Sekunde vor der Inthronisierung in Transsilvanien zu retten, denn falls es auf den Thron kommt, wird es seine eigene Geschichte komplett vergessen.

Mit sich übertragendem Spaß an der Kamerarbeit von Fabian Rösler und dessen Faible für spooky Ansichten, an der Ausstattung, an den räumlichen Impressionen und vor allem an der Darstellung der Rollen inszeniert Tim Trachte das.

Es artet gelegentlich etwas aus, denn dummerweise hat Silvania ihre Eltern hypnotisch in einen Kindheitszustand versetzt und so kinden sie denn mit zügelloser Gaudi durch den Film und über den Vorplatz von Bindburg, so dass sogar die strenge Lehrerin Frau Steimbrück (Jamie Bick) sich begeistert für den auf Kirchturmhöhe fliegenden Mihai.

Zum Team der Wiederbeschaffung von Franz und der damit verbundenen Abenteuerreise gesellen sich zu den beiden Schwestern auch noch der Nachbar und Vampirjäger Dirk van Kombast (Michael Kessler) und der Sänger Murdo (Tim Oliver Schultz), so dass auch in Transsilvanien für genügend fröhliche Unterhaltung gesorgt ist. Putzig ist es, wenn der Vater seine beiden erwachsenen Töchter als seine ‚Fledermäuschen‘ tituliert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.